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2 (1845) Balde bis Buchhandel
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Barmherzige Brüder mid Schwestern

Barnave

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Barmherzige Brüder und Schwestern. Unter diesem Namen bestehen in der ka-tholischen Kirche zwei wohlthätige, vielverzweigtcOrdensverbindungcn, welche in ihren Hospi-tälern Arme und Kranke ohne Unterschied des Glaubens, des Standes und der Nation ver-pflegen. Der Orden der Barmherzigen Brü der wurde l 5 -10 in Spanien gestiftet durchden Portugiesen Johannes di Dio, der unter den Fahnen Karl's V. in Afrika gefochtcn hatte,und breitete sich schnell über Frankreich und Deutschland aus. Ihre Kleidung ist schwarz,ihre Verfassung der des Franciscancrordcns ähnlich, ihre Regel, die ihnen Pius V. gab, diedes heil. Augustinus. Sie leisten alle Mönchsgelübdc und stehen in Europa, wo sie fast über-all sich finden, unter einem gemeinschaftlichen General, während die außereurop-, die brauneKutten tragen, ihren besonder»General in Amerika haben. Die Barmherzigen Schwe-stern (k'illes lle la cliarite, auch wegen ihrer grauen Tracht 8n6»rs grises) stiftete 1633 unterMitwirkung des Vincenz de Paula die Witwe Le Gras. Der Orden besteht aus einzelnenvonebiandcr unabhängigen Genossenschaften und zählte 1685 schon 223 Klöster. Die inFrankreich Zerstreuten berief Napoleon 1867 zu einem Gcneralcapitel, bei dem die KaiserinMutter den Vorsitz führte, bewilligte ihnen die nöthigen Gelder und bestimmte die Zahl ihrerGenossenschaften auf 31. St.-Charles zu Nancy, das Mutterhaus des Ordens, hat nachSsarlouis, Trier, Koblenz und andern deutschen Städten treffliche Krankenpflegerinnen ge-liefert. In Paris gehört ihnen unter Andern, das Hotel-Dieu. Einen Nebcnzwcig derselbenbilden die Barmherzigen Schwestern des heil. Borromeo in Lothringen. Gleiche Zwecke ver-folgen übrigens auch die Elisabethinerinnen, deren Vorbild die heil. Elisabeth, Landgräfin vonThüringen und Hessen, ist, sowie die Ursulinerinnen (s.d.), Salesianer in neu (s. d.)und Lazaristcn (s. d.). Vgl. Held,Geschichte der Heilanstalt der Barmherzigen Brüderin Prag nebst Rückblick auf die Entstehung und Schicksale dieses Ordens überhaupt" (Prag,1823) undDie Barmherzigen Schwestern in Beziehung auf Armen- und Krankenpflege"(Kobl. 1831). Neuerdings ist in der evangelischen Kirche eine Nachbildung des Ordens derBarmherzigen Schwestern mit Erfolg versucht worden. Jm J. 1836 nämlich stiftete derPfarrer Fliedner die Diakonissenanstalt zu Kaiserswerth, in der seit ihrem Bestehen biszum l.Jan. 1831 bereits 336 Kranke verpflegt worden sind. Damals gab es daselbst 16Diakonissen oder Pflegerinnen, während sieben andere in auswärtigen Krankenanstalten arbei-ten ; auch das mit der Anstalt verbundene Seminar für Kleinkinderlehrerinnen, die Klein-kinderschule und das evangelische Asyl für entlassene weibliche Gefangene waren im schönenGedeihen. Begeistert von der kaiscrswerther Anstalt hat die bekannte Elisabeth Fry > 836 inLondon einen Verein für Protestant sisters ok cliarit^ gegründet. Mehr oder minder ge-hören hierher auch die mannichfachcn Frauenhilfsvercine.

Barnabas, eigentlich Joses, nach einer frühem Sage ein unmittelbarer SchülerJesu und nachher apostolischer Missionar und Begründer der Christengemeinde zu Antio-chia, wird in derApostelgeschichte" als Begleiter des Paulus und des Marcus erwähnt.Später wurde er erster Bischof von Mailand; ob er als solcher eines natürlichen Todes ge-storben, oder den Märtyrertod unter den cyprischen Juden 61 n. Ehr. gefunden habe, ist un-gewiß. Die Echtheit des ihm in den ältesten Zeiten beigelegten Briefes, nach Form und Gehaltdem Briefe an die Hebräer ähnlich, ist zwar von Vielen bestritten, aber die Unechtheit dessel-ben von Niemand erwiesen worden.

Barnabiten heißen die 1 536 zu Mailand entstandenen, wie Weltgeistliche schwarzgekleideten, rcgulirten Chorherren des heil. Paulus nach der ihnen daselbst eingeräumtenKirche des heil. Barnabas. Sie widmeten sich der Mission, der Krankenpflege, dem Predigen,der Seelsorge und dem Jugendunterrichte und besaßen in Italien, wo sie auf den Akade-mien zu Mailand und Pavia die Theologie lehrten, in Frankreich, Ostreich und SpanienHäuser, die sie Kollegien nannten. Außer den drei gewöhnlichen Klostergelübden hatten sienoch ein viertes, sich nicht um höhere kirchliche Würden zu bewerben. In Frankreich undOstreich bediente man sich dieses Ordens zur Bekehrung der Protestanten. Jetzt besteht ervielleicht nur noch an einigen Orten Italiens.

Barnave (Antoine Pierre Joseph Marie), anfangs einer der eifrigsten Anhänger derfranz. Revolution, deren frühes Opfer erwürbe, war zu Grenoble 1761 geboren und derSohn eines Advocaten. Er erhielt eine gute Erziehung und vortrefflichen Unterricht, sodaß