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und belebte durch seine Lieder den Muth und die Standhaftigkeit der Krieger. Während dieserZeit schon arbeitete er an dem größern Gedichte „Tke vision os Lokimbus". Da er nie vielNeigung zum geistlichen Stande gehabt hatte, wendete er sich nach dem Frieden wieder derRechtswissenschaft zu. In Hartford gab er, um sich Unterhalt zu verschaffen, eine Zeitschriftheraus, und 1787 erschien das erwähnte Gedicht mit einer Widmung an Ludwig XVI. Daer als praktischer Rcchtsgelchrtcr wenig Glück machte, nahm er l 788 den Antrag an, für dieOhiocompagnie Ländereien in England und Frankreich auszubieten, ohne mit der zweideu-tigen Handlungsweise seiner Vollmachtgeber bekannt zu sein. In Frankreich sich lebhaft fürdie Revolution interessirend, trat er mit mehren Parteiführern, besonders mit den Girondisten,in enge Verbindung. Nach London zurückgekehrt, gab er 1791 den ersten Theil seines „V il-vico to tke Privileges Orders" heraus. Im folgenden Jahre erschien dort sein Gedicht „DieVerschwörung der Könige", veranlaßt durch den Bund der Kontinentalmächte gegen Frank-reich, und bald nachher sein Schreiben an den Nationalconvent, den er auffoderte, das König-thum abzuschaffen, die Wahlversammlungen häufiger zu machen und die Verbindung zwischender Regierung und der Landeskirche aufzuheben. Diese Schriften hatt«i hauptsächlich denZweck, auf die Volksstimmung in England zu wirken, wo er mit den Neformfteunden in vertrau-ten Verhältnissen stand. Im Herbst 1792 von dem Constitutionsverein zu London nach Parisgeschickt, um dem Convent eine Adresse zu überreichen, erhielt er dort das franz. Bürgerrecht.Da aber in England inzwischen seine Sendung ein Gegenstand policeilicher Untersuchungengeworden war, so fand er cs bedenklich, wieder dahin zurückzukehren; er begleitete lieber seinenFreund Gre'goire, der den Auftrag hatte, das neuerworbcne Savoyen zu einem Departementeinzurichten, und entwarf im Winter in Chambery eine Zuschrift an die Piemonteser, die erauffoderte, „dem Mann in Turin, der sich ihren König nenne", den Gehorsam aufzusagen.In Savoyen schrieb er auch ein komisches Heldengedicht „ttsstx pudding", eine seiner belieb-testen Arbeiten. Nachher hielt er sich einige Jahre in Paris auf, weniger mit literarischenArbeiten als mit kaufmännischen Speculationen beschäftigt, bei den ihm seine Bekanntschaftmit den politischen Verhältnissen von großem Ruhen war. Im 1. 1795 ward er als amerik.Consul in Algier angestellt, wo er trotz aller Schwierigkeiten, die andere Consuln ihm in denWeg legten, einen Vertrag über die Freilassung aller amerik. Gefangenen abschloß. Von1797 an war er wieder in Paris, wo er sich ein ansehnliches Vermögen erwarb. Die zwischenFrankreich und den Vereinigten Staaten entstandenen Irrungen auszugleichen, glückte ihmnicht. Jm J. 1895 kehrte er nach Amerika zurück und legte dort 1896 dem Cougreß einen Planzur Gründung einer großen Nationalakademie vor. Hierauf ließ er „l'ke Lolomkind" (Phila-delphia 1898, 1.) erscheinen, eine Erweiterung der „Vision of Lokimbus". Reich an schönenEinzelheiten, wurde sie doch nicht so beliebt als „l'ke vision ok Lolumkus"; sie ist überladenmit politischen und philosophischen Erörterungen und entstellt durch seltsame Wortbildungen.Nachher beschäftigte er sich mit Vorarbeiten zu einer allgemeinen Geschichte der VereinigtenStaaten, bis er I8II zum Gesandten bei der franz. Regierung ernannt wurde, mit welcherer einen Handelsvertrag abschloß. Im Oct. 1812 zu einer Conferenz mit Napoleon nachWilna eingeladen, griffen ihn die Beschwerden der Reise so an, daß er am 22. Dec. 1812 zuZarnawicze bei Krakau starb.
Barmen, ein zwei Stunden langes überaus reizendes Thal an der Wupper im prcuß.Herzogthume Berg, etwa zwei Stunden von Elberfeld, im Regierungsbezirke Düsseldorf derRheinprovinz, zerfällt in Ober- und Unterbarmen und begreift die Ortschaften Gemarke,Wipperfeld, Rittershausen, Hecklinghausen und Wichlinghausen. Vereinigt bilden diese Ortedie Stadt B-, mit 29999 E-, die sich, mit Ausnahme von 3999 Katholiken und einigenwenigen Juden, zur protestantischen und reformirten Kirche bekennen. Nirgend in Deutsch-land findet sich der Gewerbfleiß in gleichem Maße auf einen Punkt zusammcngedrängt.B. ist der Hauptsitz aller Bandmanufacturen auf dem Continente; seine Fabrikate gehennach allen Welttheilcn; es liefert leinene, wollene, baumwollene, seidene und halbseideneBänder jeder Qualität und alle Sorten Schnürbänder; bedeutend sind auch die Manufakturenin gewebten Spitzen, Nähzwirn, Siamoisen u. s. w. Ebenso finden sich im Thale zahlreicheBleichereien und Färbereien. Unterbarmen hat eine Mineralquelle und eilte Badeanstalt.
Conv.-Lex. Neunte Aufl. II. 5