BarlaLin Barlow
engl. Philologen Par r (s. d.) zu Hatton in nähere Verbindung kam, dessen Rath, Kenntnisseund Sammlungen ihm vielfach nützlich wurden. So gerecht auch die Ausstellungen waren, dieman gegen die zu große Erweiterung des ursprünglichen Plans dieser Ausgabe und die An-ordnung der Materialien gemacht hat, so können sie doch das Verdienst B.'s nicht schmä-lern, das auch von deutschen Philologen, wie Schäfer, Hermann, Wolf, Sturz u. A., öffent-lich anerkannt worden ist. Gleichzeitig besorgte er die unter Schäfer's Aufsicht erschieneneAusgabe des Arcadius „De nccentibus" (Lpz. 1820), der er eine „bipistnin criticn" anBoissonade vorausschickte. Seine Theilnahmc an Werken deutscher Gelehrten hat B. beivielen Gelegenheiten durch schätzbare Mittheilungen von Hülfsmitteln und Bemerkungenbewiesen. Seit 1814 lebt er zu Thetford in Norfolk, durch Vermögen in Stand gesetzt, sichganz der elastischen Philologie zu widmen. Im I. 1828 gab er Denkwürdigkeiten seinesFreundes Parr unter dem Titel „Uarrisnu" heraus.
Barlaam, nach der Sage ein Eremit im 3. oder 4. Jahrh. in Asien. Die Le-gende, welche um 740 durch Johannes von Damaskus in griech. Sprache ausgezeichnetsein soll, erzählt viel von ihm und der durch ihn bewirkten Bekehrung des ind. Prinzen Josa-phat. Rudolf von Montfort bearbeitete diese Legende, und Köpke hat sie, mit einem Wörter-buche versehen, in altdeutscher Sprache herausgegeben (Königsb. >818). — Außerdem ist dergriech. AbtBarlaamzu erwähnen, der in Folge seines Streits mit den Hcsychiasten (s. d.)1341 zur röm. Kirche übertrat und 1348 als röm.-katholischer Bischof starb. Der Streit-punkt war die von jenen mystischen Mönchen behauptete, von B. aber geleugnete Möglich-keit, das Licht, in dem Gott wohne, sinnlich anzuschauen, wobei Jene auf das bei der VerklärungChristi auf Thabor erschienene Licht sich beriefen.
Barlaens (Kaspar), eigentlich vanBaarleoderBärle, ausgezeichneter Holland.Dichter und Historiker, geb. am 12. Fcbr. 1584 zu Antwerpen, von wo ihn sein Vater, welcherder Religion wegen auswanderte, mit nach Holland nahm, widmete sich mit vielem Erfolgeden Studien, wurde in noch jugendlichem Alter Prediger und nicht lange nachher Professorder Logik an der Universität zu Leyden. Weil er sich auf die Seite der Remonstranten schlugund ihnen seine Feder lieh, wurde er heftig verfolgt und endlich seines Amtes entsetzt. Nunlegte er sich aus das Studium der Medicin und promovirte zu Caen, blieb aber zu Leydenund beschäftigte sich hauptsächlich mit Privatunterricht, bis er 1631 als Professor der Phi-losophie und Beredtsamkeit an das neuerrichtcte Athenäum zu Amsterdam berufen wurde,wo er am 14. Jan. 1648 starb. Er stand in vertrautem Umgänge mit den größten Geisternseiner Zeit und war namentlich mit Hooft und der berühmten Tesselschade innig befreundet.Seine lat. „Unem-tta" (Leyd. 1631, vollständiger 2 Bde., Amst. 1645 — 46) sind, ab-gesehen von einigen Fehlern, die mehr seiner Zeit als ihm zur Last fallen, größtentheils vollGeist und Anmuth, und seine holländ. Gedichte, deren Zahl jedoch nicht groß ist, sind ausdem Herzen geflossen und ebenso lieblich alsmelodisch. Als Geschichtschreiber hat ermannich-sache Verdienste, wie sein Werk „Rermn per ncteimium in Lrssilis gestsrum bistnria"(Amst. 1647) genugsam bekundet. Nicht minder ist seine ausführliche Beschreibung desglänzenden Empfanges der Maria de' Medici im Sept. >638 zu Amsterdam (,Me8ie,e»kospss", Amst. >639, Fol.) stilistisch werthvoll und von vielfachem Interesse.
Barletta, in der Provinz Terra-di-Bari des Königreichs Neapel, liegt unweit derOfantvmündung am Adriatischen Meere und ist eine durch ein Castell geschützte Hafenstadtvon 18—20000 E., welche beträchtlichen Handel und Salzfabrikation betreiben. Die Stadtist Bischofssitz, hat eine schöne Kathedrale, gewährt von der See aus einen herrlichen Anblick,besitzt mehre Salinen der Umgegend und soll auf den Ruinen von Cannä stehen.
Barlow (Joel), der Verfasser der Columbiade, des ersten in Nordamerika gedichtetenEpos, ein glühender Republikaner, war um 1755 zu Neading in Connecticut geboren.Früh entwickelte sich seine Neigung zur Dichtkunst. Schon 1778, als er die Lehranstaltin Newhaven verließ, machte er eine Sammlung seiner kleinern Gedichte „American poems"bekannt. Er hatte bereits angefangen, die Rechte zu studiren, als man ihn bei dem Mangelan Feldpredigern auffoderte, sich zur theologischen Prüfung zu melden. Nur sechswöchent-licher Studien bedurfte es für ihn, der sich bisher schon mit Theologie abgegeben hatte, uyrein guter Feldprediger zu werden. Auch unter dem Geräusch der Waffen blieb er den Musen treu