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2 (1845) Balde bis Buchhandel
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63
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Bariton Barker 63

100000 Pf. St. zur Mitgift bekam. Nachdem er gleich seinem Bruder das Geschäft aufge-geben, wurde er 1835 zum Baron erhoben. Das Geschäft selbst führen jetzt zwei seiner Nef-fen, die er, als sie 1837 durch die Verwickelungen in Nordamerika sich in Verlegenheit ge-setztsahen, mit mehren 100000 Pf. St. unterstützte B.'s ältester Bruder, Sir Th o-mas B., welcher den väterlichen Titel und den größten Theil des Vermögens erbte, lebt aufseinem Landgute Stratton-Park und ist im Besitze einer der ausgezeichnetsten Kunstsamm-lungen. Der dritte Bruder, Henry B., der frühere Theilhaber des Wechselhauses, be-gleitete Lord Macartney nach China und war nachher in der Factorei der Ostindischen Com-pagnie zu Kanton angestellt. Jetzt lebt er in England und ist Parlamentsmitglied.Der Jüngste der Brüder, George B., war früher auch in China, verließ aber den Kauf-mannsstand und wurde Geistlicher der Hochkirche. Später trennte er sich jedoch von dieser,trat einer neu sich bildenden Sekte bei und ließ in Erctcr auf seine Kosten eine Kirche bauen,in welcher er predigt. Henry Bingh B., der Sohn des Sir Thomas B-, wurde1839 Kanzler der Schatzkammer und ist Mitglied des Unterhauses für Portsmouth.

Bariton (Larckon, Viola cli Lorckoue) hieß ein jetzt veraltetes, mit sieben Saiten be-zogenes, der Viola da Eamba ähnliches Instrument. Es hatte unter dem Halse mehre Draht-saiten, die mit dem Daumen der linken Hand gerissen, während die obern (Darm-) Saitenmit dem Bogen gestrichen wurden. Um 1700 erfunden, ward es namentlich durch Ant.Lidl und Franz in Wien verbessert. In der Vocalmusik heißt Bariton (Haiztton, Sori-tono, Hasse-tsille) diejenige männliche Stimme, welche nicht die Tiefe und Fülle des Basseshat, aber auch die Höhe und Weichheit des Tenors nicht erreicht. Je nachdem sie an Klang-farbe und Umfang mehr dem Tenor oder dem Baß sich nähert, unterscheidet man auch woleinen Tenor-Bariton und einen Baß-Bariton. Der Bariton ist vorzugsweise inDeutschland und in der deutschen Oper, namentlich in Marschner's Opern einheimisch.

Barka, ein Küstenstrich Afrikas am Mittelländischen Meere, von etwa 4150 UM.mit 300000 E., begrenzt von Ägypten, der Sahara und Tripolis, wird bald eine Wüstegenannt, was es nicht ist, bald ein Königreich, was es ebenfalls nicht ist. Das Land hat wenigFlüsse, und das im Westen und Süden hinziehende Gebirge Harutscht scheint vulkanischenUrsprungs. Es enthält im Osten nackte Felsen und hoch mit Flugsand bedeckten Kalk-steinboden; dagegen gibt es auch sehr schöne bewaldete Gegenden und fruchtbare Thäler undEbenen. Seine Producte sind die der Berberei im Allgemeinen. Zahlreich sind wilde Thiere,und die Heuschrecken eine Landplage. Die Einwohner sind meist Araber und Beduinen, diezum Theil ein nomadisches Leben führen. Das Land ist zumeist dem Bei von Tripolis zins-bar und zerfällt in mehre kleine Staaten unter einzelnen Beis, wie des von Derne, unterdessen Botmäßigkeit auch Grenne, daß alte Cyrenc (s. d.) steht, und des von Bingazi,dem alten Berenice, und Republiken, wie der Oase Siwah mit 6000 E. und der Hauptstadtgleiches Namens, dem alten Ammonium (s. d ), die 1820 dem Vicekönig von Ägyptenzinsbar wurde, und der kleinen Handelsrepublik Augila. Wenn schon das Land jetzt das Bildder tiefsten Verwilderung zeigt, so beweisen doch die zahlreichen Ruinen der vorerwähntenund anderer alter griech. Städte für dessen ehemalige Blüte.

Barke ist ein kleines Kauffahrteischiff, welches etwa 100 Tonnen trägt, mit plattemDach und gewöhnlich drei Masten; dann ein Fahrzeug zum Befrachten oder Äusladen grö-ßerer Schiffe. Barkasse heißt das größte Boot eines Schiffes und Barkerole (bsrcbe-rollu) ein mastloses Fahrzeug auf der Rhede oder im Hafen, auch eine Gondel.

Barker (Edmond Henry), einer der berühmtesten der neuern engl. Philologen, gcb.22. Dec. 1788 zu Hollym m Porkshire, wo sein Vater Prediger war, erhielt seine erste Er-ziehung in London und dann zu Louth in Lincolnshire. In das Studium der Alten eingeführt,ergriff er dasselbe mit ungemeinem Eifer und ging hierauf nach Cambridge, wo er in dasTrinitätscollcgium trat, das ihn jedoch wenig befriedigte, weil er den mathematischen Wissen-schaften, die hier den Vorrang hatten, keinen Geschmack abzugewinnen vermochte. Außerverschiedenen Ausgaben röm. Klassiker, z. B. des CiceroOe smicitio," und des Tacitus^gricolu", und mehren Beiträgen zu Zeitschriften, besonders zum6Is,sicoI jonrnal", wid-mete er seine Thätigkeit besonders der 1816 von Valpy in London unternommenen neuenAusgabe vonOenr.SlepbaniHlssaurnsFrsecae lillguae", wodurch er mit dem bekannten