Barere de Bieuzac SS
ndk in seiner Abwesenheit von seinen Erblanden entrissen hatten, wieder abnahm. Bi verschloß
>ar- jhm die Thore, ward aber von ihm erstürmt und bis auf die Kirchen von Grund aus zerstört.
>cn- An seine Stelle trat seitdem als Repräsentant des norddeutschen Handels Hamburg,von Barere de Vieuzac (Bertrand), einer der Männer, dessen Name sich an alle guten
st>- und schlimmen Ereignisse der franz. Revolution knüpft, war zu Tarbcs am I v. Sept. 1155gen geboren. Er machte sich frühzeitig durch literarische Arbeiten bekannt, war Advocat am Ge-"o- richtshofe zu Toulouse und erhielt später das Amt eines Raths der Senechausse zu Bi-gorre, die ihn 1789 als Deputaten in die Generalstaaten schickte, wo er zwar seinen Platzdas unter den Freunden der politischen Reform nahm, aber anfangs große Mäßigung zeigte,
hen Um diese Zeit schrieb er das Journal „De point clu jour", das sich durch Unparteilichkeit
der und den Ernst auszeichnete, mit dem es die Zeitereignisse besprach. In der Nationalver-
nng sammlung erklärte er sich lebhaft für die freie Presse, setzte durch, daß die durch die Aufhe-
ein bung des Edicts von Nantes verbannten protestantischen Familien zurückgerufen und in
lnes Besitz ihrer Güter gesetzt wurden, wirkte Rousseau eine Statue und dessen Witwe ein Jahr-
Die gelb aus, was er später auch für Mirabeau that. Er trug auf die vollständige Emancipation
>ten der Farbigen in den Colonien an, erhob sich gegen die Theilnahme unverantwortlicher Mi-
> in nister an den Discussionen der Versammlung und wollte der executiven Gewalt die Jnitia-
-an- tive in der Foderung von Subsidiengeldern nicht zugestehen. Nach der Auflösung der Con-
nm- stituirenden Versammlung kam er als Richter an das Cassationstribunal. Im 1.1792
cut- wählte ihn das Departement der Hochpyrenäen in den Nationalconvent. B. war bei aller
ige- Liebe für die Demokratie und die politische Freiheit ein milder, leicht erregbarer Charakter;
«den der Eintritt in den Convent erfüllte ihn mit düsterm Schrecken, denn er sah, daß die Parteien
uche auf Tod und Leben sich bekämpften, und wiewol er den Gemäßigten angehörte, mochte er sich
> die doch für keine Partei entschieden erklären. Der Sieg der Schreckensmänner, gewiß auch die
enis augenblickliche Aufregung, die sein bewegliches und befangenes Eemüth ergriff, riß ihn oft
her. hin, die Maßregeln der Bergpartei zu unterstützen und durch sein blühendes, im alten Stile
n in gebildetes Rednertalent zu feiern. Zur Zeit der Verurtheilung Ludwig's XVI. war er Prä-
ym- sident des Convents. Er verwarf die Appellation ans Volk und gab seine Stimme mit den
Lo- Worten: „Das Gesetz verlangt den Tod, und ich bin hier nur das Organ des Gesetzes"; als
ere; Mensch hätte er den König, wie viele Andere, gern gerettet. Die eindrucksvolle Rede, die er
ische gegen Vergniaud hielt und die viel zur Verurtheilung des Königs beigetragen haben soll,als wurde ihm von den Gemäßigten sehr zum Vorwurfe gemacht. Zum Mitglied- des Wohl-!an- fahrtsausschusses ernannt, erklärte er sich anfangs für keine Partei. Wie lästig und seinem
die Innern zuwider ihm diese Stellung gewesen sein mag, erklärt die später mit Bedauern ge-eilt- machte Äußerung, daß er seine besten Lebenstage im Wohlfahrtsausschüsse habe zubringenZirk- müssen. Man hat B. einen Satelliten Robespierre's genannt, man hat ihm sogar den Na-wel- men eines Anakreon der Guillotine gegeben, aber darin hat man ihm gewiß zu viel gethan.
>rin- B. erklärte sich laut gegen die Gewaltthaten Robespierre's und Marat's; nach der Kata-
Zn- strophe vom 31. Mai beantragte er nur die Suspension- der gestürzten Deputaten und botegen denselben zur Sicherheit die Absendung von Geiseln in sihre Departements an. Als dieigen Schreckensherrschaft ihren Gipfel erreichte, drang er oft darauf, die Hinrichtungen zu suspcn-loso- dircn und das Revolutionstribunal und das Gesetz gegen die Verdächtigen abzuschaffen; er
. des bemühte sich selbst, durch Fürsprache und durch die Aufzählung ihrer Verdienste die Ange-
oard klagten der Hinrichtung zu entziehen, und soll seiner Berechnung nach mehr als 6009 Köpfe
lost- gerettet haben. In dieser Zeit haftet sein Name an allen Decreten und Handlungen der Re-
volution, und wenn in seinen Vorschlägen und Reden der Anhänger der Gironde nicht zuostci verkennen ist, so hat ihn doch auch der Augenblick und die Selbsterhaltung zur Unterstützungische der härtesten und ausschweifendsten Maßregeln hingerissen, sodaß Robespierre sogar auf ihnnds. hielt und ihn vertheidigtc. B. verurtheilte mit seiner hinreißenden und glänzenden Beredksam-fssih keit die Anarchie des Pöbels, denuncirte aber auch Danton und Herbert als Feinde des Va-
mte. terlandes und ließ das Decret durchgehen, „c>»e la tsrreur etrük ü I'orürs clu sour". Dieser
che» Zwiespalt geht durch die ganze Thätigkeit B.'s in jener Ncvolutionsepoche, und will man
der- ihm einen Vorwurf machen, so ist es der, daß er kein starker Charakter war, der für seine
ihm innere Überzeugung auch sterben konnte. Als sich die Parteien im Ausschüsse entschiedener