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2 (1845) Balde bis Buchhandel
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57
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Bardaji y Azara BardesaneS 57

Römer, die sogar Jerusalem verlassen mußten, svdaß er zum König proclamirt wurde undselbst Münzen schlagen ließ. Der Krieg verbreitete sich über das Gebiet des eigentlichenPalästina hinaus und 50 Städte nebst 065 Flecken und Dörfern kamen in den Besitz derJuden. Als aber Hadrian's Feldherr Julius Severus anrückte, ward Jerusalem genom-men, und im Aug. 155 auch die letzte Festung Bether. Auch B. fiel am Tage dieser blu-tigen Eroberung. Hunderttausende von Juden waren in diesem Kriege umgekommen, vielewurden hingerichtet, und grausame Gesetze folgten diesem letzten Versuche einer jüdischen Un-abhängigkeit.

Bardaji y Azara (Don Eusebio de), span. Ministerpräsident imJ. l 837, geb. 1705zu Huete in der Provinz Cuenca, wurde durch seinen Oheim, den Ritter von Azara, welcherBotschafter in Paris und Rom war, bestimmt, sich der diplomatischen Laufbahn zu widmen.Bei der Thronentsagung Karl's IV. im I. 1808 war er Bureauchef in der Staatskanzlei zuMadrid; er begleitete Don Pedro Cevallos auf der Sendung nach Bayonne und verfaßtehier die Verhandlungen der daselbst beleuchtenden berühmten Staatsschriften. Er folgte derCentraljunta vonAranjuez nach Sevilla, und nach der baldigen Rückkehr von einer Sendungnach Wien ward er von der Regentschaft in Cadiz zum Minister des Auswärtigen ernannt, so-dann durch den Einfluß des engl. Gesandten nach Lissabon und 1812 an den Hof von Peters-burggesandt, wo er den Vertrag von Welicki-Lucki, in welchemRußland die Cortesvcrfassungvon 1812 anerkannte, abschloß. Seit 1816 als Gesandter in Turin, förderte er daselbst dieRevolution von 1821 und erhielt nach deren Unterdrückung eine Sendung nach Paris. ImI. 1822 war er für kurze Zeit Minister des Auswärtigen und lebte hieraus zurückgezogen,bis ihn die Königin-Regentin 1834 zum Procer des Reichs ernannte und bei der Ver-waltung der auswärtigen Angelegenheiten betheiligte. B. war Moderado, Anhänger der(ranz. Politik und Gegner des Ministeriums Calatrava. Nach dem Sturze des Letztem warder durch den Einfluß Espartero's am 10. Aug. 1837 an die Spitze des Cabinets gestellt, dasaber von Anfang an bei seiner Zusammensetzung aus widerstreitenden Elementen und beiseiner später» völligen Nullität den Ereignissen nicht gewachsen war. Nach Berufung neuerCortes wich er endlich den wiederholten Angriffen seiner Gegner aller Farben, Unterzeichneteam 17. Dec. 1837 das Decret, wodurch Graf Ofalia (s. d.) zum Ministerpräsidentenernannt wurde und trat vom politischen Schauplatze zurück.

Bardale, abgeleitet vom alten Stammworte Bar, d. i. Schall, Klang oder Lied, wardvon Klopstock als altdeutscher Name der Lerche gebraucht.

Barden, gleicher Abstammung mit Bardale, hießen bei den Kelten oder Galen dieDichter und Rhapsoden, welche die Thaten der Helden zur Harfe sangen, das Heer zur Ta-pferkeit anfeuerten, demselben zum Kampfe voranschritten und während der Schlacht dieStreitenden beobachteten, um ihre Thaten dem Andenken der Nachkommen im Liede zu über-liefern. Sie waren so heilig geachtet, daß dem hitzigsten Kampfe Einhalt geschah, wenn siesich zwischen die Kämpfenden stellten. Mit den Kelten, die zu Cäsar's Zeit zwischen der Rhoneund Garonne wohnten, kamen sie nach England, Irland, Schottland und aus die umliegen-den Inseln. Nach Dav. Williams in der Schrift über die walliser und die brit. Barden(Vr iraillllom-ttb Limr-lez ", Dolgelly 1828) war Tydain, genannt der Vater der Musen,der Stifter des Bardcnthums, das in Wales seine Rechte verlor, als Eduard 1. 1284 dasLand eroberte, obschon die Barden sich noch lange nachher erhielten, wiewol meist auf dasGeschäft beschränkt, Stammbäume einheimischer Geschlechter zu entwerfen. Ein 1818 gebil-det: Verein in Wales, die Oambrisn societ/, stellte sich die Aufgabe, die Überreste der Barden-lieder zu sammeln und die vaterländische Muse wiederzubeleben. Das Bardenthum in Ir-land und Schottland wurde insbesondere durch Ossi an (s. d.) verherrlicht, der, wie manüberhaupt die schott. Barden auch caledonische nennt, vorzugsweise der caledonische Bardegenannt wird. Am längsten erhielt sich der Barden Sprache und Gesang in der nördlichenSpitze Schottlands. Erst in neuerer Zeit, namentlich durch Klopstock, ist es gebräuchlichgeworden, die ältesten Sänger der Germanen oder Deutschen ebenfalls Barden zu nennen.(S. Bardietund Skalden.)

BardesaneS, der Syrer, eigentlich Bar Deisan, ein Gnostiker am Ende des 2.Jahrh. in Edeffa, stand b'ei dem König Abgar bar maanu in besonderer Gunst. Seine Gnosis