Bar Bar
1814 durch zwei Gefechte wichtig. Das erste wurde am 24. Jan.östlich von der Stadt beiColombe'-les-deux-Egliscs geliefert und erfüllte den Zweck der Verbündeten in vollem Maße,indem der Marschall Mortier seine Rückzugslinic nach Trohes durch das siegreiche Vordrin-gen des Kronprinzen von Würtemberg und des Grafen Eiulay schleunigst weiter verfolge»mußte; das zweite Gefecht im Febr. zog die Stadt unmittelbar in ihren Bereich und gab denganzen Operationen des Feldzugs eine andere Wendung. Nachdem die Hauptarmce derVerbündeten unter Schwarzenberg wiederum den Rückzug von der Seine zur Aube ange-treten, bestimmte ein Kriegsrath der drei Monarchen am 2 5. Febr. im Hauptquartiere zu B-den weitern Rückzug nach Langrcs bis zu den Reserven und demnächst die Verstärkung dersüdlichen linken Flanke wie die Erneuerung des Angriffskriegs im Norden. MarschallOudinot war den Verbündeten gefolgt und nahm am 26. Febr. leicht von B. Besitz, da Wredekeinen Befehl zur Vertheidigung hatte. Plötzlich traf die Nachrickt Blüchcr's ein, daß erdie Aube ohne Verlust passirt, und daß nur einige Hecrstheile die Hauptarmce verfolgten, daNapoleon seine Macht bei Mcry concentrirc, um ihm wahrscheinlich nach der Marne zu folgen.Diese Nachricht und der Wunsch des Königs von Preußen änderten den Operationsplan;Schwarzenberg gab für den 27. Febr. den Befehl zum allgemeinen Wiedervorrücken, dochschon am Abend des 26. ließ Wrede die Stadt durch zwei bair- Bataillone angreifen, welchesich auch in den Vorstädten behaupteten. In der Stellung der Verbündeten hatte Wredemit dem fünften Corps die Mitte gegen B. und gegen die Franzosen unter Gerald, den rech-ten Flügel daS sechste Corps unter Wittgenstein gegen Aileville, besetzt von Oudinot, unddas dritte und vierte Corps unter dem Kronprinzen von Würtemberg und Giulay den linkenFlügel gegen La-Ferte-sur-Aube, von Macdonald besetzt. Die Umgehung des franz. linken Flü-gels fand zwar heftigen Widerstand; doch wendeten die Gefechte sich zum Vorthcil der Ver-bündeten, welche den Feind kräftig über den Fluß drängten.' Hierauf wurden auch Centruwund linke Flanke in den Kampf geführt. Fünf Bataillone griffen die Stadt in zwei Colon-nen an und fanden erbitterten Widerstand, bis endlich der Oberst von Theobald an der Spihkdes zehnten bair. Regiments eindrang, der Feind zurückgcdrängt und bis Spoy jenscit desFlusses verfolgt wurde. Der Verlust der Verbündeten betrug gegen > 600 M-, der des Fein-des fast das Doppelte und 800 M. Gefangene. Schwarzenberg und Wittgenstein wurdenverwundet und Letzterer mußte deshalb durch Rajewsky abgelöst werden. Das dritte undvierte Corps unter dem Kronprinzen von Würtemberg und Giulay zwangen am 28. Febr.Macdonald ebenfalls zum Rückzuge, und so ward durch diese Gefechte an der Aube das Wie-dereinrücken Schwarzenbcrg's in Troyes, am 4. März, vorbereitet und die Defensive plötz-lich wieder in die Offensive umgewandelt. — Bar-sur-Seineist eine kleine Stadt ander Seine im Departement der Aube, mit 3400 E-, Weinbau und lcbhaftemWeinhandel.
Bar, eine kleine Stadt in der Ukraine, im russ. Gouvernement Podolicn, am Bug, >mit 2500 E., erbaut von Bona Sforza, der Gemahlin König Sigismund's I. von Polen,ist besonders bekannt geworden durch die Verbindung, die sogenannte Barer Conföde-ration, die hier ein Theil des poln. Adels einging, um dem russ. Einflüsse, in welchemder König Stanislaus August befangen war, entgegenzuarbeiten und dem Katholicismusdie Übermacht in Polen zu sichern. Den ersten Gedanken zu dieser Verbindung hatte derBischof von Kamieniec Adam Krasinski; der Starost Josef Pulawfli setzte ihn ins Werk,und acht Edelleute unterschrieben die Conföderationsacte am 20. Febr. 1768. Bald fandensich zahlreiche Theilnehmer in ganz Polen und die Conföderation erzeugte einen Zwiespaltdes gesammten Adels. Als die Rüssel am 28. Mai 1768 B. erstürmten, zogen die Con-föderirten in die Walachei und später nach Teschen. Sie erklärten den König für abgesetzt,und ihre Anhänger waren es, die 1771 denselben aus Warschau entführten. Anfangs un-terstützte sie der Papst und der franz. Minister Choiscul; in ihrer Mitte stritten Dumouriezund Kellermann gegen die Russen, den es erst nach vierjährigem Kampfe gelang, die Con-föderation gänzlich zu unterdrücken.
Bär, eine Säugthiergattung, welche zu den Raubthieren gehört, obgleich ihr Zahnbau,da sie nur einen Ncißbackzahn haben, die übrigen Backzähne aber höckerig sind, auch für vege-tabilische Nahrung bestimmt erscheint, wie denn auch die meisten Arten Pflanzcnnahrungz»sich nehm-n. Alle sind große, plump gebaute Thiere mit kurzem Schwänze und vcrlänger-