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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
Seite
47
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Baphomet Var 47

1837 auf seinen Enkel, den Herzog Maximilian, vererbte. In der schönen Kirche zu B. istda- Denkmal des Marschalls Bcrthier. Vgl. Sprenger,Diplomatische Geschichte der Be-nedictinerabtei B." (Nnrnb. 1803) und Schatt,Lebensabriß des Abtes Gallus Denner-lein"(Bamb. 1821).

Baphömet, ein Symbol der Tempelh err en(s.d.), das man schon in frühemZeiten für den entstellten Namen Mohammed hielt, indem man die Glieder des Ordens einerHinneigung zum Islam beschuldigte. Nach Hammer's Ansicht in denFundgruben desOrients" (Bd. 6) sind die in mehren Alterthümersammlungen sich vorfindenden Bilder vonStein, mannweiblich mit zwei Köpfen oder zwei Gesichtern, einem bärtigen Manne gleich,übrigens von weiblicher Bildung, größtcntheils mit Schlangen, Sonne und Mond und an-dern seltsamen Attributen umgeben und mit meist arab. Inschriften versehen, Baphometidoleder Templer, und es soll der Name Baphomet so viel als Feuertaufe oder gnostische Taufebedeuten; es ist jedoch diese sehr gewagte Deutung mit Recht vielfältig, namentlich vonNay-nouard, sehr bestritten worden.

Baptisten, s- Taufgesinnte.

Baptisterium oder Tau sh aus hieß das Nebengebäude der Kathedralkirchen, inwelchem der Taufact vollzogen wurde. Es war sehr umfänglich, weil wegen der seltenen Lauf-zeiten (anfangs nur zu Ostern und Pfingsten) eine Menge Täuflinge zusammenkamen. Spä-ter wurde der Taufort in den Eingang der Kirche und endlich in die Kirche selbst verlegt.

Bar bezeichnet in England, wie Barre in Frankreich, die Schranken, welche die Mit-glieder eines Gerichtshofs von Denen sondern, welche etwas vorzutragen haben oder etwas an-hören sollen. Davon kommt der Name Barrister, welchen die höhere Clafse der Advoca-tcn (s. d.) in England führt. Die Barrister haben das ausschließliche Recht zum Plaidiren vorGericht, und gewisse Schriften, welche bei dem Gerichte eingcgeben werden, müssen von ihnenunterzeichnet sein. Sie haben eine Art gemeinschaftlicher Administration, die von den Älte-sten oder Denen, die den höchsten Rang haben, versehen wird, und obwol ihnen keine Cocr-citivgewalt gegen ihre Mitglieder zusteht und sie nicht gesetzlich als Corporation anerkanntsind, so haben sie doch gewisse Vorschriften, die von allen diesem Stande Angehörigen be-folgt werden. Das Bestehen dieser engem Verbindung der Barristers datirt sich aus den Zei-ten, wo diejenigen Rechtsgelehrten, welche dem gemeinen engl. Rechte im Gegensatz zu demrömischen, von der Geistlichkeit in Schutz genommen, zugcthan waren, eine eigene Universitätgründeten, da die Universitäten zu Cambridge und Oxford ganz unter dem Einflüsse derGeistlichkeit standen. Zu diesem Zwecke kauften sie nach und nach mehre Häuser in London,aus deren theilweiser Vereinigung nachmals die Inns entstanden, welche blos von Juristenbewohnt wurden, und in denen das Recht gelehrt ward. Dieser Unterricht hat aber schonlange aufgehört und die Vereinigung beschränkt, sich jetzt auf Zusammenkünfte geselliger Art.

Bar, das Herzogthum (lat. Uarensis tiiicatus, franz. Oe ckuclie lls üsr, Oe ü-eirnisoder Oe ckiiclie cks Lari-nis), zwischen Lothringen und der Champagne, namentlich im Departe-ment Maas gelegen, gehörte in der fränkischen Zeit zu Austrasien und stand dann, zu Ober-lothringen gehörig, unter eigenen Grafen, welche in der frühesten Zeit Grafen von Monconoder Mousson hießen, nach einer alten Feste, die sic besaßen. Als der erste derselben wird050 Friedrich von den Ardennen erwähnt, der auch dieHauptstadt des Landes, Bar-lc-Duc,erbaut haben soll. Der erste Graf von B., der den Herzogstitcl annahm, um 1355, warRobert, vermählt mit der Herzogin Maria von Bern , für die damals der berühmte Ro-manDie schone Melusine" geschrieben wurde. Durch Verhcirathungen wurde B. zu An-fänge des 15. Jahrh. mit Lothringen vereinigt und mit diesem siel es später an Frankreich.

Bar heißen drei Städte in Frankreich. Bar-le-Duc, im Departement derMaas, ist eine wohlgebaute Stadt an der Ornc, daher während der Revolution B.-sur-Ornaine genannt, mit einem College, einem Schullehrcrscminar, einer Gesellschaft des Acker-baus und der Künste, einer öffentlichen Bibliothek und 12100 E-, die sehr gewcrbflcißig sind,Fabriken fürHütc, Kattun-, Strumpf-, Wollen-, Leder-und Stahlwaarcn unterhalten, aus-gezeichnete Confitureu bereiten und ansehnlichen Wein-und Holzhandeltreiben. B ar-sur-Aube, ein Städtchen im Departement der Aube, an deren rechtemUfer, mit 1000 E..gutem Weinbau und lebhaftem Wein-, Holz- und Branntweinhandcl, wurde im Feldzüge von