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2 (1845) Balde bis Buchhandel
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ermitteln sein; keineswegs lassen sich alle Bannrechte unter denselben Grundsatz bringen.Man hat theils von den Pflichtigen, thcils von Denen, die sich zum Eewerbsbetricb melde-ten, das Bannrecht abkaufcn lassen, auch von staatswcgen Zuschüsse geleistet., In Preußenwurden der Mühlen-, Brau-, Branntwein- und Schankzwang 181.0 ohne Entschädigungaufgehoben. Im Königreich Sachsen ist eine solche 1838 bedingt worden. Die Theoriehat sich verhältnißmäßig wenig mit dem Gegenstände beschäftigt. Vgl. Benedict,DerZunftzwang und die Bannrechte" (Lpz. 1835).

Banqmer. Der Banquier handelt mit Capital oder eigentlicher mit Geld und istder Vermittler zwischen dem Verborger und dem Borgenden, indem er von dem einen Theilezu billigem Bedingungen borgt, als er dem andern darlciht. Auf solche Weise bringt erviel Geld in Umlauf, was außerdem müßig liegen würde, verschafft solches Denen, die csbrauchen, und bildet so einen befruchtenden Kanal, welcher das große Feld des Handels nachallen Richtungen durchströmt und bewässert. Dieses ist der allgemeine Charakter des Ge-schäfts eines Banguiers > im Speciellen jedoch trennt sich das des brit. und irischen von demdes Banguiers auf dem europ. Festlandc. Jenes ist das der Privatbanken. (S. Bank.)Der Ban-zuier auf dem festen Lande hat eine viel mannichfaltigerc Wirksamkeit. Er nimmtwol Deposita an, aber verzinst sie; er treibt Geldwechsel, discontirt, kauft und verkauftWechsel auf fremde Plätze, edle Metalle und Staatspapiere und macht Vorschüsse gegenUnterpfand. Einen seiner bedeutendsten Geschäftszweige bilden die laufenden Rechnungen,welche er andern Kaufleuten eröffnet, die unbedeckten Vorschüsse, die er macht, der Verkaufihm eingesendeter Wechsel auf fremde Plätze für Rechnung des Einsenders und der Einkaufsolcher auf Verlangen, Einkassirungcn und Speditionen, die er besorgt, für welche Mühwal-tungen er Provision, sowie Zinsen für sein Guthaben berechnet.

Banse, s. Scheune.

Banz, Schloß nebst Herrschaft im bair. Kreise Oberfranken, in einer herrliche»,durch Anlagen noch verschönerten Gegend, war früher der Sitz einer reichen Benedictiner-abtei, deren Glieder zumeist in dem Rufe hoher wissenschaftlicher Bildung standen, sowieausgezeichneter Humanität gegen alle Gelehrten ohne Unterschied ihres Glaubens, welcheselbst aus fernen Gegenden Deutschlands, namentlich der wissenschaftlichen Sammlungenwillen, hier zusammenströmten. Dieselbe wurde um die Mitte des II. Jahrh. gestiftet,wollte aber anfangs nicht gedeihen und gerieth, zumal nachdem sie > 071 dem HochstifteBamberg zu Lehen gegeben worden war, durch dieses in gänzlichen Verfall. Seit dem 12.Jahrh. fing sie indeß an, allmälig sich zu heben, jedoch unter fortwährenden Reibungen undStreitigkeiten mit ihren Schuhvögten und Lehnhcrren; erst im 14. Jahrh. kam sie unter demAbt Konrad III. von Redwitz in einen blühendem Zustand. Im Bauernkriege wurden 1525die Convcntualen vertrieben und die Gebäude zerstört. Erst dem 1529 gewählten AbteAlexander von Notenhan gelang es, wieder Convcntualen zu sammeln und das Stift zu re-organisiren. Durch ihn wurde die Bibliothek und eine gelehrte Schule begründet, die sehrbald in Aufnahme kam. Doch nach seinem Tode erfolgte wieder eine gänzliche Auflösung,indem die Mehrzahl der Convcntualen sich der Reformation zuwendete, bis der Abt JohannBurchard 1575 gleichsam der zweite Stifter der Abtei wurde, die nun unter ihm, sowie un-ter seinem Nachfolger Thomas Bach wieder in glänzende Verhältnisse kam. Der Dreißig-jährige Krieg zerstörte Alles von neuem; Oxenstierna schenkte die Abtei nebst ihren Be-sitzungen dem Markgrafen Georg von Baireuth, der sie erst nach dem Tode Gustav Adolfsan die wenigen zurückkehrenden Convcntualen abtrat, die nun ein sehr kärgliches Leben füh-ren mußten, bis sie gegen das Ende des 17. Jahrh. durch die Erbschaft einer Mill. Guldenvon dem Bischöfe Otto zu Gurck in Kärnten, der vorher Abt in B. gewesen war, in bes-sere Verhältnisse kamen, sodaß nun auch die Kirche und die andern Gebäude wiederhergestclltwerden konnten. Unter den folgenden Akten zeichnete sich Gregor Stumm, der die Bibliothekwiederherstellte, ein Münz-, Kunst - uud Naturaliencabinet begründete, und der letzte Abt,Gallus Pennerlein, vornehmlich aus, unter welchem 1802 das Stift aufgehoben wurde.Die Bibliothek und das Naturaliencabinet kamen nach Bamberg, das Münzcabinet nachMünchen. Das Schloß nebst den zunächst gelegenen Gütern kaufte 1813 der Herzog M'Helm von Baiern, der es zu seiner Sommcrresidenz wählte und es bei seinem Tode im 3-