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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
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44 Banks Banner

Zahlungsunfähige das Recht, nach 14 Tagen bei einem eigenen Gericht (Insolvent ckebtoncmirt) auf Freilassung anzutragen, wenn er sein Vermögen zu Befriedigung seiner Glau-bigcr abtritt, und kann, sofern er nicht bezüglich gehandelt hat, höchstens auf drei Jahre mitseinem Gesuche zurückgcwiesen und zur Arbeit angehalten werden. Der betrügliche Bank-rott gehört übrigens zu den Verbrechen, wegen deren auch Frankreich, England undAmerika die Angeschuldigtcn ausliefern.

Banks (Sir Joseph), Baronct, ein eifriger Beförderer der Naturforschung, geb. 1743zu Revesby-Abbey in Lincolnshire, gest.am l 9. Juni > 829, stammte aus einer ursprünglichschweb. Familie, die etwa hundert Jahre vor ihm sich in England niedergelassen hatte, undwelcher auch der Traucrspieldichtcr John B., der in der letzten Hälfte des 17. Jahrh. sicheinen Namen erwarb, angehörte. In Eton und Oxford gebildet, machte er 1765 eine Reisenach Neufundland und Labrador, um naturgeschichlliche Forschungen anzustellen, und schifftesich in Gesellschaft seines Freundes Solander 1768 mit Cook zur Reise um die Welt ein, die1771 glücklich vollendet wurde, und zu deren Gelingen B. durch Muth, Ausdauer und Eifernicht wenig beitrug. Bei einer Untersuchung im Innern des Fcuerlandes wäre er beinahe nebstseinem Freunde während einer furchtbar kalten Nacht erfroren. Er brachte den Brotfrucht-baum nach den amerik. Inseln und lieferte die botanischen Beschreibungen zu Cook's ersterReise. Im 1.1772 wollte er Cook auf dessen zweiter Reise begleiten, konnte sich aber wegender für die Zwecke der Naturforschung erfoderlichen Einrichtungen nicht mit ihm einigenHierauf besuchte er noch in demselben Jahre die westlichen schott. Inseln und Island, die ihmreiche Ausbeute für die Naturgeschichte gewährten. Bereits 1771 in Oxford zum Doctvrder Rechte ernannt, wurde er 1777 Präsident der Königlichen Societät und 1778 vom Königzum Baronet erhoben. Auch ward er 1891 zum Mitgliede des franz. Nationalinstituts ausge-nommen, weil aufseine Verwendung die Papiere Lapeyrouse's, welche in die Hände der Eng-länder gefallen waren, Frankreich zurückgcgeben wurden. Ganz insbesondere machte er sichverdienstlich durch die Begründung und Leitung der -5srio:m -cssociation. (S. Afrikani-sche Gesellschaften.) Viele Naturforscher, wie Blumenthal, Hornemann, Burckhardtu. A., verdankten ihm eifrige und uneigennützige Unterstützung ihrer Bemühungen. Abge-sehen von Aussätzen in Zeitschriften und Beiträgen zu den Schriften gelehrter Gesellschaf-ten, besonders zu denklnlosopbicul transactions", hat er nichts geschrieben als sinntuccount ok tüo cuusss ok tde diseases in cnrn eaiied tlie bliebt, ttis milden, and tiierast", das zuerst für Freunde (1893, 4 .) und dann für das größere Publicum (1895) ge-druckt ward. Er hinterließ eine reiche Bibliothek, von welcher sein Freund Dryander einentrefflichen Katalog lieferte, und eine ausgezeichnete naturhistorische Sammlung, welche beideer nach seines Bibliothekars Brown Tode auf das Britische Museum vererbte.

Bann, s- Acht und Kirchenbann.

Banner, s. Bauer (Johan).

Banner oder Bannier, auch Panier, wahrscheinlich deutschen Ursprungs, hieß imMittelalter die Haupt- oder Hcercsfahne, die da aufgepflanzt wurde, wo der Befehlshabersich befand und in der frühesten Zeit ihrer Größe wegen meist auf einem Wagen fortgcführ!werden mußte. Dem Bannier zu folgen waren alle Vasallen verbunden. In Deutschlandwar das vornehmste Bannier das Reichsbannier, auch Standarte genannt, das der Kaiser imIßelde mit sich führte. Im Reichsbannier war früher das Bild des Erzengels Michael; unterKaiser Friedrich I. kam der Adler hinein, der unter Otto IV. über einem Drachen schwebteund spätestens seit Sigismund zum schwarzen einköpfigen Reichsadler im goldenen Feldewurde. Durch die Zusendung des Rcichsbanniers an einen der Vasallen des Kaisers erfolgtedie Übertragung des Oberbefehls über das Heer. Als die Heeresfahne längst außer Gebrauchgekommen, entstand zu Ende des17. Jahrh. ein Streit über das Recht, das Reichsbannier zuführen, welches das Haus Hannover, als eS die Kurwürde erlangt, in Anspruch nahm, währendSachsen wegen des Erzmarschallamts, Würtemberg aber des Reichsfähndrichsamts wegenhierzu sich berechtigt hielten, sodaß zur Befriedigung der Ansprüche Hannovers dasNeichs -b anni er am t eingeführt wurde. Außer dem Reichsbannier gab es noch Renn-, Sturm- undRitterfahnen, die, kleiner als jenes, dem Heere vorangetragen wurden. Solche führten nichtnur die Kaiser, wenn sie persönlich beim Heere waren, sondern durch Verleihung derselben