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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
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38 Banke«

industrielle Unternehmungen zu machen. Sie empfängt Einlagen von wenigstens 200 Averzinslich, sowie auch die öffentlichen Deposita und baarcn Fonds öffentlicher Kaffen, welcheihr überantwortet werden müssen. Im I. 1830 wurden die Staatskaffenbillets in Bank-Noten von 5, 10 , 50, 500 und 1000 Fl. verwandelt. Die Geschäfte der Bank waren bis1842 sehr einträglich, jedoch fanden in diesem Jahre bedeutende Veruntreuungen von Seitenmehrer der dabei angestellten Beamten statt.

Portugal. Die 1822 in Lissabon gegründete Nationalbank mit einem Fonds von5000 Mill. Milreis in Actien zu 500 Mirleis, ist eine Disconto- und Zettclbank unddie beständige Helferin der Regierung durch Vorschüsse gegen Verpfändung verschiedenerStaatseinnahmen.

Rußland. Schon 1769 gründete hier die Kaiserin Katharina II. eine Staatszettel-bank. Dieselbe gab während der ersten 18 Jahre nur 40 Mill. Rub. in Assignaten aus,die daher dem Silbergelde ziemlich gleichblieben. Im I. 1774 wurde die Bank in eineStaatsleih- und Depositenbank verwandelt, welche auf Hypotheken Darlehen in Assignatenmachen sollte, zu welchem Zwecke die Masse derselben auf 100 Mill. erhöht wurde. DieKriege machten die Ausgabe fernerer Banknoten nöthig, daher sie beim Tode der Kaiserin157 Mill. und später 577 Mill. betrugen. In Folge des Kriegs von 1807 und der poli-tischen Lage des Reichs bis 1816 siel der Werth eines Papierrubcls bis auf 6/2 Schill.Hamburger Banco. Seit 1816 wurden Anstalten zur Verbesserung dieses Zustandes ge-troffen, und der Rub. Silber zu 4 Rub. Papier gesetzlich bestimmt und zu diesem beiallen Staatskassen angmommen. Der Rubel Assignaten war wieder zwischen 8 und üSchill. Hamb. Banco werth. Am 1 . Jan. 1842 gab eS 595,776310 Rub. Assignaten.Hierauf wurde 1818 an ihrer Stelle eine Reichscommerzbank errichtet. Ihre Bestim-mung war Einträge zum Aufbewahren von Gold- und Silbermünzen und Barren, zumÜbertragen von Geldbesitzungen mittels laufender Rechnungen, auch zum Verzinsen an-zunehmen, zu discontiren und Darlehen auf Waaren russ. Ursprungs zu geben. Das Ca-pital sollte allmälig bestehen aus den vorhandenen Summen in den Scontocomptoircn (denNachfolgern der Assignatenbank), aus dem Zinsenanwuchs darauf und aus dem jährliche»Übertrage des Belaufs bis zu 4 Mill. Rub. aus dem Capital der abgesonderten Expeditionder Reichsleihbank. Bis zur Vollzähligkeit der festgesetzten 30 Mill. sollte mit diesem Über-trage fortgefahren werden. Auf weniger als sechs Monate wird kein Eintrag angenommenund für einen solchen. Zeitraum '/« Procent berechnet. Zum Girogeschäst dürfen nichtweniger als 500 Rub. eingelegt werden, worüber nicht eher als den Tag darauf verfügtwerden kann. Die Einträge zum Verzinsen werden mit 5 Procent verzinst, wenn sie wenig-stens drei Monate in der Bank verbleiben. Die zu discontirenden Wechsel dürfen nichtlänger als sechs Monate zu laufen haben. Auch werden solche Wechsel discontirt, lautwelchen der Aussteller selbst die darin benannte Summe zu zahlen schuldig ist. Auf demzu discontirenden Wechsel im Betrage bis zu 10000 Rub. wird nur eine der Bank sicherscheinende Unterschrift erfodert, die höher lautenden Wechsel aber müssen mit wenigstenSzweiUnterschriften versehen sein. Die Bankverwaltung besteht aus einem dirigirenden, aus vier vonder Regierung angestellten und aus vier von der Kaufmannschaft delegirten Direktoren, uudes muß dieselbe dem Minister wöchentliche, monatliche und jährliche Rechnungsauszüge über-reichen. Die Bank hat seit ihrem Bestehen nicht eine Krisis oder andere störende Ereig-nisse erfahren und legt alljährlich auch dem Publicum die ausführlichsten Berichte vor,nach welchen sie am Schluffe des I. 1841 ein Capital von 8,571428 Rub. und eine»Reservefonds von 1,630750 Rub. Silber besaß; ihre Umsätze ur.d die ihrer Comptoire inMoskau, Odessa, Archangel, Riga u. s. w. betrugen 842,248589 und der reine Gewinn685703 Rub. Silber. Außerdem befindetsich in Petersburg noch eine Neichsleihbankmiteinem Capital von 8,591978 Rub. Silber. Die Bilanz dieser Bank nach den Geldum-schlägen des 1.1841 war 188)695357 und ihr reiner Gewinn 1,539806 Rub. Silber.

Schweden. Die schwedische Regierung errichtete I657 die Reichswechselbank miteinem Capital von 300000 Speciesthalern. Dieselbe beschäftigte sich hauptsächlich mitDarlehen, gab Noten aus und besorgte Girogeschäste. Beim Tode Karl's XII. besaß fteinen Fonds von 5 Mill. Thlr. In der ersten Hälfte des 18. Jahrh. brachte sie aber 6 üü