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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
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Banken

Mill. und einem jährlichen Disconto von 7v80 Mill.ist die einzige, welche auch Noten vo»250 Francs ausgibt, während die Noten der andern nur auf 500 und 1000 Francs lauten.Die Allgemeine Rasse des Handels und der Industrie in Paris, gewöhnlichLnissol^sfkitte genannt, überschreitet die Grenze einer Bank insofern, daß sie sich etwasden Geschäften der Banquiers nähert. Sie ward von Laffitte nach derJulirevolutiongegrün-det und hat zum Zweck, dem kleinern Verkehr zu Hülfe zu kommen, welcher von der Bankvon Frankreich zurückgcwiesen wird. Sie discontirtjährlich zwischen 320330 Mill. Francsund hat 1215 Mill. Francs Noten im Umlauf.

Griechenland. Bereits am 11. Apr. 1811 erließ die griech. Negierung ein Bank-gesetz, welches bestimmte, daß die zu errichtende Bank für bestehend gelten sollte, wenn 2600Acticn, jede zu 1000 Drachmen, gezeichnet wären. Da sich aber die erfoderlichen Theilnehmen nicht fanden, so wurde am 3 t. Aug. 1811 dasselbe dahin abgeändert, daß die Bankfür bestehend zu erachten sei, sobald 1500 Actien gezeichnet sein würden. Auch ward fernerfestgesetzt, daß zwei Drittel des Capitals zu Darlehen auf Grundstücke, der Nest zu Dar-lehen auf Geld- und Silberpfärrder, sowie zum Discontiren verwendet werden sollten, wozuauch die nicht für Grundstücke in Anspruch genommenen Summen einstweilen benutzt werdendürften. Jede Anleihe auf Grundstücke muß auf Tilgung eingerichtet werden, doch kannder Schuldner auch früher bezahlen. Die von der Bank ausgegebcncn Noten werden in allenStaatskassen angenommen, und cs darf während der 25 Jahre des BankprivilegiumsNiemand zur Ausgabe von Noten ermächtigt werden. Halbjährlich muß die Bank einenStatus bekannt machen. Werden mehr als 7 Procent Dividende erlangt, so sollen vomMehrgewinne drei Viertel, nach Abzug der von der Generalversammlung etwa zu bewilli-genden Gratifikationen, ebenfalls unter die Actionaire vertheilt, ein Viertel aber als Reserve-fonds angelegt werden. Zu Anfang des I. 1812 begannen die Geschäfte der Bank mit einemCapital von 3,172000 Drachmen in 3172 Actien, worauf im Apr. in Sira eine Disconto-kasse errichtet wurde. Am Schlüsse des 1.1812 betrug das Capital 3,919000 Drachmenin 3919 Actien; die Bank hatte im Laufe desselben 1,33931.9 Drachmen Wechsel diScon-tirt, ihre Hypothekar-Obligationen betrugen 1,061813 Drachmen und Ihr Notenumlauf307950 Drachmen, in Noten zu 500, 100 und 25 Drachmen.

Großbritannien und Irland. Die älteste der brit. Banken und gegenwär-tig die mächtigste in der Welt ist die Bank von England, die im J. 1691 gegründetwurde. Ein sehr einsichtsvoller Kaufmann, William Paterson, entwarf für die engl. Re-gierung, die sich zu jener Zeit namentlich durch den Krieg gegen Frankreich, noch mehr aberdurch das System der willkürlichen Abschätzung der Steuerpflichtigen, welches in den Staats-einnahmen große Ausfälle hervorbrachte, in den drückendsten Geldverlegenheiten befand, denPlan zu einer Anleihe, welche die erste Grundlage der gegenwärtigen Bank von Englandbildete. Diese Anleihe von 1,200000 Pf. St. wurde von einer Gesellschaft Rausten!!und Capitalisien der Hauptstadt gegen gewisse Vortheile und Privilegien aufgebracht. DenDarleihern gewährte die Regierung außer 8 Proccnt jährlicher Zinsen noch 1000 Pf. St.für jährliche Verwaltungskosten, also überhaupt für jedes Jahr 100000 Pf. St. DieGesellschaft erhielt das Recht, sich völlig unabhängig zu constituiren; sie ernannte einenGouverneur, Vicegouverneur und 21 Direktoren, und Jeder, welcher wenigstens sechs Wochenvor der Wahl Inhaber von 500 Pf. St. Bankstocks gewesen, sollte eine Wahlstimmehaben. Die Bank durfte sich auf keine Waarenunternehmungen, sondern allein auf denHandel mit Wechseln, mit Gold und Silber und auf Discontogcschäfte einlassen. Schon1696 während der allgemeinen Umprägung des englischen Geldes gericth die Bank in Ver-legenheit, doch ging unter dem Beistände der Regierung diese Krisis glücklich vorüber. Umeinem solchen Falle nicht wiederholt ausgesetzt zu sein, wurde der Fonds durch Nachschuß derActionaire auf 2,201171 Pf. St. und durch abermaliges Nachschießcn auf das Doppelteerhöht. Im folgenden Jahre ward die Bank und ihr Vermögen für immer von allen Ab-gaben, Taxen, Schätzungen und Kosten, mit Ausnahme der Stempelgebühren, befreit. Z«I. 1708 beschloß dieselbe, I'/- Mill. von der Regierung ausgcgcbene Schatzkammerscheimeinzukaufcn, wodurch ihre Foderung an den Staat bis zur Summe von 3,375025 PfSt. stieg, wofür ihr, bis auf die unverzinslichen Darlehen, 6 Proccnt Zinsen bewilligt