Banken
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jedoch darin der Betrag der umlaufenden Banknoten nicht angegeben. Wie bedeutend aberderselbe sein müsse, geht daraus hervor, daß sie das fast alleinige Umlaufsmittel in einem sogroßen Staate bilden, und daß man eine so ansehnliche auf das eingezahlte Capital 11—15Procent benagende Dividende auszahlcn kann, welche durch bloßes Discontiren bei einerangemessenen Notenausgabe, worunter höchstens das Verhältniß von I zu 2 zu verstehenist, durchaus nicht erlangt werden kann. In sämmtlichen Kassen war am 31. Dec. 1812ein Bestand von 99,707710 Fl. verblieben.
Frankreich. Die erste franz. Bank wurde 1716 errichtet und war eigentlich nureine concessionirte Unternehmung des Schottländcrs Law, des Generalcontroleurs der könig-lichen Finanzen. Nach kurzer Dauer stellte sie 1721 in Folge der verwickeltsten auf keinersoliden Basis ruhenden Finanz-Unternehmungen desselben mit einer Papiermasse von 2/-Milliarden Livres tournois ihre Zahlungen ein. Erst 1776 ward wieder ein Bankinstitutunter dem Namen Pariser Discvnto-Kaffe mit einem Fonds von 12 Mill. Livres gegründet.Dieselbe kam mehre Male in Unordnung und endlich in die Hände der Regierung, welchewährend der Revolution die Schulden derselben mit Assignaten bezahlte und sie auflöste. Im1.1803 wurde die Bank von Frankreich auf 15000 Actien, jede zu 1000 Francs, gegründetund ihr auf 15 Jahre das ausschließende Privilegium ertheilt, Noten, auf Verlangen inMetallgeld zahlbar, auszugeben. Sie macht der Negierung sowol als Privaten Vorschüsseaus hinlängliche Sicherheit, leiht auf Pfänder von Gold und Silber, übernimmt die Ein-nahme von öffentlichen und Privatgefällen und läßt auf den Betrag der Einnahme Anwei-sungen auf sich ausstellen, sie verwahrt Deposita und nimmt die Baarschaften öffentlicherKassen, Anstalten und von Privatpersonen in Verzinsung, discontirt Wechsel und alle Papiere,worauf drei als solid bekannte Unterschriften sich befinden. Zu Ende des I. 1805 gerieth dieBank plötzlich in so große Verlegenheit wegen Mangel an Metallmünze, daß sie 1806 ge-nöthigt war, die Einlösung ihrer Noten einzustellen. Die bedeutenden Vorschüsse, welche dieBank der Regierung fortwährend leisten mußte, veranlaßten ersterc, eine unverhältniß-mäßige Summe von Noten auszugeben, wodurch die Besorgnisse des Publicums erregt wur-den. Die Noten fielen im Curs und konnten nur gegen Verlust in Metallgeld umgesehtwerden; bedeutende Bankerotte brachen aus und vermehrten die allgemeine Unruhe. DieRegierung konnte indessen im I. 1807 die ihr geleisteten Vorschüsse zurückzahlen und dieBaarzahlung der Bank nahm wieder ihren Anfang. Zugleich ward das Capital der Bankauf 90000 Actien, folglich auf 90 Mill. Francs erhöht, und das Privilegium derselben auf10 Jahre verlängert. Auch war sie 1808 ermächtigt, in mehren der bedeutendsten Städtedes Reichs Comptoire anzulegen, was in Lyon, Rouen und Lille geschah. Zu Anfänge des1.1811 gerierh sie in neue Verlegenheit; doch hatte sie schon im Febr. solche Einrichtungengetroffen, daß sie wieder alle Zahlungen ohne Einschränkung zu leisten vermochte, und es istseitdem keine Störung wieder bei ihr eingetreten. Von den 90000 Actien besitzt die Bankselbst 22100, welche einen Theil ihres Kapitals bilden. Die von ihr ausgegebenen Notenlauten auf 500 und 1000 Francs. Vom Reservefonds wurden 1820 jeder Actie 200Francs ausgezahlt. Der König ernennt den Gouverneur und den Vicegouverneur; die200 Actionaire, welche die meisten Actien besitzen, wählen den aus 17 Regenten und dreiCensoren bestehenden Verwaltungsrath. Am Schluffe des I. 1812 hatte die Bank Comp-toire in Montpellier, Saint-Etienne, Saint-Quentin, Rheims, Besanxon, Angouleme, Gre-noble, Clermont-Ferrand, Chateguraux und Caen, deren Geschäfte 229,993000 Francsbetrugen, während sie gegen fünf Mill. in Umlauf hatte. Die Bank selbst setzte im genanntenJahre 986,081289 Francs um. Der Umlauf ihrer Noten bewegt sich gewöhnlich zwischen210—210 Mill. Francs, und ihre Metallvorräthe zwischen 170—210 Mill., woraus sichein zu großer Vorrath edler Metalle ergibt. Nächst ihr bestehen noch neun Departemental-Actien-Banken in Bordeaux, Lyon, Nantes, Rouen, Marseille, Havre, Lille, Toulouse undOrleans, die einen Notenumlaufvon 50—60 Mill. und ein Actiencapital von nur 21,350000Francs haben. Unter ihnen ist die von Bordeaux die bedeutendste und die von Toulouse injeder Hinsicht die schwächste, letztere hat einen Notenumlauf von 18—20 Mill. und einenMetallvorrath zwischen acht bis zehn Mill. Francs. Ihr Discontogeschäft beträgt jährlich120 — 130 Mill. Francs. Die Bank von Lyon mit einem Notenumlauf von 12— 16
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