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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
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l6 Banat Banvello

daher die Banaten genannt werden, und ander Banaltafel zu Agram den Vorsitz,die für sein Banat von derselben Bedeutung ist, welche für das übrige Ungarn die königlicheTafel hat. Sie erkennt nur die Septemviraltafel über sich an. (S. Ungarn.) Vgl. Bel,De ^rcili-ofüciis regM HmiAarise" (Lpz. l 7 9^, ^.).

Banat bezeichnet im Ungarischen im Allgemeinen eine Grenzprovinz, in ähnlicherWeise wie in Deutschland das Wort Mark. Von den verschiedenen Banaten Ungarns hat sichnur das sogenannte Temeswarer Banat erhalten, welches, >enseit der Theiß liegend, diedrei Comitate oder Gespanschaften Torontal, Temcswar und Ärassowa umfaßt. Das Banat istzum Drittheil sehr gebirgig, zum Theil morastig und durchgehend reich bewässert. Das Klimazeigt große Verschiedenheit; während auf den Hochalpen und in Bergklüften ewiger Schneesich findet, fällt solcher an andern Orten nur in strengem Wintern. Der banatcr Hirse, Weizenund Kukuruß oder Mais ist ausgezeichnet; der Reisbau sehr bedeutend; auchwerdenBaum-wollenzucht und Seidencultur mit Erfolg getrieben und an einigen Orten süßer Wein erbaut.Die ansehnliche, besonders durch Einwanderer wachsende Bevölkerung des Banats bestehtmeist aus Machen und Bulgaren, Zigeunern, Raitzen und Deutschen, unter welchen in den Ge-birgsgegenden die wlachische, in den Städten und colonisirten Niederungen die deutsche Sprachevorherrscht. AckerbauundViehzuchtsinddieHauptnahrungsquellen der Einwohner; von Fa-briken ist keine Rede, und nur der Bergbau auf Kupfer, Blciglätte, Zink und Eisen unter derDirection zuOravicz beschäftigt 45000Bergleute,meistWlachen. Die Hauptstadt des Ba-nats istTemeswar (s. d.). Merkwürdige Punkte sind die Vcteranische Höhle am Ufer derDonau und das Eiserne Thor, eine furchtbare Felsencnge der Donau. Häufig findet man imBanat röm. Alterthümer. Bonden Römern wurde cs größtentheils zu Dacia Riparia undCisalpina gerechnet; die erobernden Magyaren begriffen es mit unter dem Capitanate Kant.Später von den Osmanen erobert, war es die letzte Provinz des Ungar. Reichs, welcheOstreich ihnen wieder entriß und seit dem Frieden von Passarowitz im' I. !7l8 behaup-tete. Vgl. Griselini,Versuch einer natürlichen und politischen Geschichte des temeswarerBanats" (Wien l785) und Hietzinger,Versuch einer Statistik der Militairgrcnze desöstr. Kaiserthums" (Wien 1817).

Banca, eine Insel an der Südostküste Sumatras, von 15Ü OM. Flächeninhalt mitetwa 169000 E., worunter viele Chinesen, ist besonders durch ihre Zinnberge und wegen derPerlenfischerei berühmt. Die Ausbeute an Zinn wird jährlich zu 3 Mill. Pf. berechnet, undes geht dasselbe zum größten Theil nach China, jedoch auch nach Europa. Die Insel stehtunter dem Sultan von Palembang, der seit 1817 nicderländ. Vasall ist.

Banda, s. Gewürzinseln.

Üancka ttrientai, eine Landschaft Südamerikas am östlichen Plataufcr, früher mitMontevideo (s. d.) unter span, dann unter portugies. Herrschast.vereinigt, 1815 unter demJnsurgentenchcf Jose d'Artigas kurze Zeit eine Militairrepublik, wurde 1821 unter demNamen krovmciu cis^Istana mit Brasilien vereinigt, 1828 aber im Tractat zwischenBrasilien und Buenos-Ayres zu Montevideo unter dem Namen Urugu ay (s. d.) als Re-publik anerkannt.

Baudello (Matteo), ital.Novcllendichter, geb. um 1-180 zu Castelnuovo in Piemont,war anfangs Dominicanermönch, wendete sich aber, nachdem ihn sein Oheim, der seit 1501Ordensgeneral geworden, mit auf Reisen genommen hatte, bald einer freiem Lebensart unddann in Rom und Neapel dem Studium der schönen Wissenschaften zu. Aus Mailand, wo-hin er sich hierauf wendete und wo er Pirro Gonzaga's Tochter Lucretia unterrichtete, wurdeer, als ein Anhänger Frankreichs, nach der Schlacht von Pavia 1525, durch die Spaniervertrieben. Er ging anfangs zu Lodovico Gonzaga, dann zu Cesare Fregoso, dem er, daderselbe in franz. Dienste getreten war, im Feldlager und an den Höfen ital. Fürsten Ge-fährte und Freund war, überall ein Günstling hochgestellter Männer und ausgezeichneterDamen seiner Zeit. Von Franz I. mit nach Frankreich genommen, lebte er nach dem TodeFregoso's zu Agen bei dessen Familie und ward 1550 Bischof dieser Stadt. Sehr bald über-gab er indeß die Verwaltung seines Sprengels dem Bischof von Graste, um sich ungestörtmit der Vollendung seiner Novellen zu beschäftigen, die er in drei Bänden (Lucca 1554) er-scheinen ließ, zu denen noch ein vierter (Lyon 1573) nach seinem Tode kam, der wahrschei«-