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Bamfiocciaden Ban 15
der Stadt sich zusamnienrotteten und mit Gewalt den Bischof Anton von Notenhahn ver-trieben. Durch die Reformation, welche der Bischof Weigand von Rcdwitz vergebens zuhindern sich bemühte, verlor das Bisthum >535 mehr als die Hälfte seiner Besitzungenund war seitdem sehr oft mit Würzburg unter einem Bischöfe vereinigt. Große Verdiensteum B. erwarben sich in den letzten Zeiten die Bischöfe Lothar Franz Graf von Schönborn,gest. 1729; Friedr. Karl Graf von Schönborn, gcst. 1746; Phil. Ant. von Frankenstein,gcst. 1753; Adam Friedr. Graf von Scinsheim, gest. 1779, und vor Allen Franz Ludw.von Erthal, gcst. 1795. In Folge des luncvillcr Friedens wurde auch das BisthumB., dasdamals 65 OM. mit 2 99660 E. umfaßte, säcularisirt, Pfalzbaiern zugetheilt, und der letzte,der Zahl nach 61. Fürstbischof, Christoph Franz von Buscck, der dann am 5. Oct. 1895starb, mit 40099 Fl. pcnsionirt. In Folge des zwischen Baicrn abgeschlossenen Concor-dats imJ. 1817 wurde B. zum Erzbisthum erhoben und ihm die Bisthümcr Würzburg,Eichstädt und Syrier untergeordnet. Vgl. Jäck's „Geschichte B.s" (4 Bde., Bamb. 1896—9); desselben „Lehrbuch der allgemeinen Geschichte B.s" (2. Aust., Bamb. 1829); des-selben „Bambergische Jahrbücher von 741 —1833" (5 Bde., Bamb. 1829—34) undEisenmann's „Geographische Beschreibung des Erzbisthums B." (Bamb. 1833).
Bambocciäden werden in der Malerei solche Bilder genannt, die Gegenstände undScencn des gemeinen Lebens auf eine groteske Weise darstcllen, z. B. Jahrmärkte, Baucrn-seste u. dgl. Der Name rührt von Peter van Laar (s. d.) her, der wegen seiner MisgcstaltBamboccio, d. i. Krüppel, hieß, obschon er diese Gattung nicht zuerst einführte.
Bambus, ein Gewächs aus der Familie der Gräser, welches man, ehe die Blüten be-kannt waren, zu den Rohrarten zählte. Es ist baumartig, erreicht eine Höhe von 60 F. undwächst an sandigen Orten Ostindiens. Der in Westindien vorkommende Bambus soll vondem ostindischen als Art verschieden sein.^ Aus einer Wurzel kommen 29—190 Halme, diesich nach oben vielfach verzweigen. Sie sind gegliedert, an den Gelenken mit festen Scheide-wänden versehen und ihre Höhlung ist mit lockerm Marke erfüllt. Die ausgehöhlten Zweigebenutzt man zum Auffangen des Palmweins und anderer Flüssigkeiten. Aus den Blätternsollen die Chinesen Hüte flechten und aus der Oberhaut des Halms Papier verfertigen. Diejungen Triebe genießt man im Orient in Essig eingemacht; die größcrn Schößlinge erhaltenwir als Stöcke. Aus den Knoten des Bambus schwitzt ein zuckerhaltiger, an der Luft ver-trocknender Säst, den die Griechen Indischen Honig nannten. Man nennt ihn auch Tabaxisoder Tabaschir. Eigentlich belegt man aber mit diesem Namen eine kiesel- und kalkhaltige,phosphorescirende Substanz, die sich in den Knoten der Bambus,^ 7vr? auch anderer großerGrasarten, an trocknen Orten erzeugt.
Ban oder Banus, entstanden ans dem zusammengezogenen slaw. Worte Bojan,d. i. Herr, war in früher« Ztiten Titel und Würde der Befehlshaber mehrcr östlicher Grenz-marken des ungar. Reichs. Der Ban war in seinem Bezirke gleich dem Palatin in Ungarnder Nächste nach dem König und hatte in Beziehung auf Verwaltung und Gerichtsbarkeitdieselben Rechte und Pflichten wie jener; in Kriegszeitcn war er der Feldherr der Truppenseines Banats und hatte, wenn der Feldzug sein eigenes Banat betraf, nicht nur für denUnterhalt des Heers zu sorgen, sondern auch beim Vorrücken die Vorhut und beim Rückzügedie Nachhut zu decken. So gab es in den altern Zeiten Bane und Banate von Krajowa,Machow, Belgrad, Srebernik, Jaicza u. s. w., und auch das jetzige sogenannte TemeswarerBanar (s. d.) hat, obgleich wir keinen eigentlichen Ban von Temcs in der Geschichte fin-den, von seiner Grenzlage diesen Namen bekommen. Die vordringende osman. Macht ver-schlang nach und nach alle Banate in der Walachei, Bulgarien, Serbien und Bosnien; nurin Dalmatien und Kroatien hielt sich der Ban, und cs erhob sich später beim wachsendenKriegsglücke Ostreichs dieses Banat des ungar. Reichs fast zur früher« Herrlichkeit, bis dieneu eingeführte Verfassung der Militair grenze (s. d.) die Macht auch dieses einzigübrig gebliebenen Bans brach. Der Ban von Kroatien, Slawonien und Dalmatien folgtjetzt unmittelbar nach dem äuclox cnrise und ist der dritte der ungar. Reichsbarone. BeiKrönungen trägt er den Reichsapfel und hat in seinen drei Banaten die Stellung des Pala-tins. Er ist der Feldherr des Aufgebots oder Heerbanns, hier Jnsurrection genannt, er hatdas Eeneralat in den beiden sla'wonischcn Militairgrcnzdistricten Gradiska und Brod, welche