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2 (1845) Balde bis Buchhandel
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Baltisches Meer

auszeichnen. Unter den vielen Monumenten, welche für B. den Namen Monumental cii^veranlaßt haben, gedenken wir des zu Washingtons Ehre errichteten Denkmals und des Monu-ments zum Andenken der Schlacht, in welcher 181 -1 der Angriff der Engländer unter GeneralRoß abgeschlagen wurde. Die Straßen sind regelmäßig; die Baltimorcstraßc ist eine engl.Meile lang und 80 F. breit. Das katholische Mariencollegium besteht seit > 806 und hateine ansehnliche Bibliothek; die 1807 begründete mcdicinischc Lehranstalt wurde 1812 zurUniversität erhoben. B. ist der Sih des amerik. Tabackhandcls, und es lieferte sonst dieProvinz Maryland nebst Virginien den meisten und besten; auch das Weizenmehl aus denDampfmühlcn bei B. wird wegen seiner besondern Güte sehr weit verführt. Von dem früherhäufig herrschenden Gelben Fieber ist seit mehr als einem Menschcnalter keine Spur vorge-kommen. Eine Eisenbahn führt von hier nach Washington (42 engl. M.) und eine anderenach Philadelphia (06 M.). Der Eingang des Hafens ist schmal und durch das Fort Mac-Henry geschützt. Schiffe von 5600 Tonnen liegen unterhalb der Stadt; nur mit 200Tonnen können sie bis an selbige gelangen. Zu B. wurde l 831 das erste katholische Concilin der neuen Welt gehalten, bei dem sich sechs Bischöfe, ein Administrator und elf Theologeneingefunden hatten. Es erließ dasselbe einen Hirtenbrief an alle Katholiken in den Ver-einigten Staaten, voll von Warnungen gegen den Protestantismus und den religiösen In-differentismus. Hauptförderer des Katholicismus sind hier die Nachkömmlinge der ausHaiti vertriebenen Franzosen und Eingcwanderten aus Frankreich, worunter viele Priester.

Baltisches Meer oder die Ostsee heißt der große, mit der Nordsee und dem Katte-gat mittels der Meerengen des Sunds, des Großen und Kleinen Belts zusammenhängendeMeerbusen, der durch die Küsten von Dänemark, Deutschland, Preußen, Rußland undSchweden begrenzt wird, 190200 deutsche Meilen lang, 2448 breit ist, und dessenFlächeninhalt, mit Inbegriff des Finnischen und Bottnischen Meerbusens, 7500 IHM.beträgt. Seine geringe Breite, sowie die im Durchschnitt nur 1520 Klafter und an sehrvielen Stellen kaum halb so viel betragende Tiefe des Wassers, die flachen preuß. und diemeist felsigen schy-ed. Küsten, vor Allem aber der häufig eintretende, von heftigen Stürmenbegleitete Wechsel der Winde machen dieses Meer für den Seefahrer gefahrvoll, obwol seineWellen, an und für sich, minder furchtbar sind als die der Nordsee. Eine Inselkette scheidetden südlichen Theil der Ostsee vom nördlichen oder dem Bottnischen Meerbusen. Der Fin-nische Meerbusen scheidet als östliche Einbuchtung in den russ Continent Finnland vonEsthland. Ein dritter Meerbusen ist der Rigaische oder Liefländische. Das Kurische undFrische Haff sind Buchten an der preuß. Küste. Das Wasser der Ostsee ist kälter und klarerals das des Oceans; es enthält weniger Salzth^sle^ und das Eis hindert jährlich 34Monate lang die Schiffahrt. Ebbe und Flut sind, wie in allen so enge verschlossenen Bin-nenmeeren, wenig bemerkbar, doch steigt und fällt das Wasser zu Zeiten, wiewol aus an-dern Ursachen, insbesondere vermöge der verschiedenen Wassermenge, welche je nach derJahreszeit von den Flüssen zugeführt wird. Bei stürmischem Wetter findet man an den Kü-sten Preußens und Kurlands Bernstein, den die Wellen an das Ufer spülen. Es ergießensich in die Ostsee eine Menge Flüsse, darunter aus Deutschland Trave, Warnow, Oder,Nega, Persante u.s. w.; aus Preußen Weichsel, Pregel und Nicmcn; aus Rußland Win-dau, Düna, Narwa, Newa und Uleä und aus Schweden Torneä, Luleä, Piteä, Umea,Angermannä und Dal-Elf, sowie der Abfluß des Mälarsees. Unter den Inseln im Balti-schen Meere sind die bedeutendsten Seeland, Fünen, Bornholm, Sams-Öe, Möen, Lange-land und Laaland, die zu Dänemark gehören; die schweb. Gottland, Öland, Hveen imSunde; die zu Rußland gehörenden Alandsinseln am Eingänge des Bottnischen Meer-busens und Dagoe nebst Oesel an der liefländ. Küste, und endlich die preuß. Insel Rügen.Die Zahl der Schiffe, welche jährlich aus dem Baltischen Meere in die Nordsee und ausdieser in jenes einlaufen, beläuft sich auf mehre'Tausende. Durch den Eider- oder schleswig-holst. Kanal, welcher in der Ostsee bei Friedrichsort seine Einfahrt und in der Nordsee seineMündung bei Tönningen hat, hangen diese beiden Meere zusammen, und es wird durchdiese Verbindung vorzüglich in milden Wintern die Getreideausfuhr nach Holland undFrankreich erleichtert. Die wichtigsten Handelshäfen an der Ostsee sind in Dänemark Ko-penhagen, Flensburg, Schleswig und Kiel; in Deutschland Travemünde (Lübeck), Wis-