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Alaaf mein Köln! : eine Karnevalsglosse
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Maas mein Köln!

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sich rüsten, wenn diehilligcn"Mädchen und Knechte tanzen undspringen, daß die Röcke fliegen, dieKarnevalstage das Blut frischerpulsen lassen und beim Knallender Pfropfen die große Schlachtgeschlagen wird gegen Neidhartund Griesgram.

Na, alter Herr Buschius!Wie heute, so damals! Den Hah-nen ins Faß! rin in die Bütt!Maas mein Köln . . .!

Karneval . . .! Er trägtnoch heute die unverkennbarenSpuren römischer Saturnalienund altgermanischer Frühlings-feste an sich, lärmende Feste, diemit Mummenschanz und Gaste-reien, Umzügen und mimischenTänzen gefeiert wurden. Bei denSaturnalien ruhte die Arbeit, unddie Herren gefielen sich darin, dieRollen ihrer Diener zu geben.Neckisch-frohes Spiel, Scherz undHumor reichten sich die Hände,Sorgen und Kümmernisse wurdenabgcstreift, und die weinselige

Menschheit träumte und tollte sichin jene glücklichen Zeiten zurück,wo unter dem Sccptcr SaturnsFrieden und Freuden auf Erdenausschließlich herrschten. Hierzu ge-sellte sich der urgermanische Brauch,bei dem der Schiffswagen derFrühlingsgöttin sinnbildlich undim feierlichen Zuge über das er-wachende Land gezogen wurdeeine Bereinigung römischen undgermanischen Kultes, aus der derMummenschanz des christlichenKarnevals hervorging. DieKirche war machtlos hiergegen.Ihr blieb nichts übrig, als guteMiene zum heidnischen Spiel zumachen und jene Gebräuche mitchristlichen Anschauungen und Sit-ten in Verbindung zu bringen.So gesellte sie die Fastnachts-lustbarkeiten den vicrzigtägigenFasten als Erinnerung an dieVergänglichkeit alles irdischenWesens. Zuerst Jubel undFreude, dann Kasteien und Beten Aschermittwoch und Aschen-

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Das Ursulahäuschcn, die Geburtsstätte des Karnevals.Festwagen der Geselllchast ,.Alaaf Köllen" vom Jahre 18SS.