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Närrisches Complimentirbuch : zur Erinnerung an die Damen-Sitzung des Allgemeinen Vereins der Carnevalsfreunde zu Düsseldorf 1846
Entstehung
Seite
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Stach gehöriger Einprägung dieser Worte gehe manin den Zirkel und beobachte Folgendes! Ist die Dilet-tantin die Tochter oder Frau vom Hause, so wiederholeman 3 bis 4 mal die 4 letzten Ausdrücke und ziehe dieSilben etwas in die Länge. Tritt nach ihnen noch Je-mand ans der Zahl der Gäste auf, so spreche man dievier ersten Worte einmal und mit gewöhnlicher Stimme.Ist die Vortragende Fremde aber wirklich ausgezeichnetund übertrifft bei weitem die vom Hause, so begnügeman sich mit einemrecht nett!"recht brav!"

Anmerkung: Gähnen ist nur hinter dem Sacktuch zu-lässig, stilles Ennupiren aber erlaubt, da es selten zu ver-meiden ist.

In Conccrten.

Wir haben hier hauptsächlich Dilettanten-Concerte imAuge, weil bezahlte Musiker und Sänger nicht erst aufvorschriftsmäßige Behandlung und Complimente Anspruchmachen können. Mnsikvereine für Dilettanten find Schu-len des guten Geschmacks und man lernt dort Bildungnach Noten. Den rechten Ton zeigt der Capellmctsteran, die wahren Lonangeber aber find die Damen, sowohlin der Kleidung als im Urtheile, da man ihnen niewidersprechen darf. Selbst eigentliche Kenner, d. h.solche, die Alles, was fie nicht verstehen, klassisch nennen,müssen wie bezahlte Kritiker ihrer Uebcrzeugung dasOpfer der Galanterie bringen.

Die mitwirkenden Herren unterhalten sich etwa, wirfolgt:

Der Eine: Die Compofition ist viel zu gedehnt, da-bei müde und ohne den richtigen Schwung lyrisch-

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