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Ernst Götzinger : ein Lebensbild ; mit Porträt
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gegen 140 Schwinger beteiligen. Auch eine Konkurrenz im Jodeln und Zauren isteröffnet. Die beiden ersten Preise im Schwingen entfallen auf Zürcher.

19. Die Gesellschaft der Vereinigten Schweizerbahnen erteilt in heutiger Generalversamm-lung zu St. Gallen dem in Bern am 7. Mai zwischen dem eidg. Eisenbahndepartementund dem Präsidium des Verwaltungsrates der V.S.B. vereinbarten, am 27. Mai vomVerwaltungsrate genehmigten Übereinkommen betreffend die Zusammenlegung derKonzessionen der V.S.B. mit Bezug auf den dem Bunde vorbehaltenen Rückkaufdie Genehmigung.

20. In St. Gallen stirbt Dr. med. Jakob Laurenz Sonderegger von Balgach. Geb. 22. Ok-tober 1825 im Schlösschen Grünenstein als Sohn des damaligen Guts Verwalters, be-suchte er die Realschule Rheinegg und das Obergymnasium in St. Gallen, studierte inZürich, Würzburg, Wien, Prag und Leipzig und trat mit Jahresbeginn 1850 in Bal-gach seine Praxis als praktischer Arzt an. Er wirkte dort bis 1863, dann weiterezehn Jahre in Altstätten und seit 1873 in St.Gallen; von 1872 — 75 und seit 1882gehörte er dem Grossen Rate an. Eine der hervorragendsten Zierden des Ärztestandes,war Sonderegger vor allem überragender Wortführer und Bahnbrecher der Volks-gesundheitspflege, der Initiant und die treibende Kraft alles dessen, was auf demGebiete des öffentlichen Gesundheitswesens und der rationellen Krankenpflege imKanton St. Gallen während der letzten vier Dezennien Gemeinsames und Bedeutendeserreicht worden ist. Er bahnte durch die Gründung des kantonalen Ärztevereins(1862), den er 15 Jahre lang präsidierte, und durch seine Flugschriften „Die Spital-frage im Kanton St. Gallen" (1865) und „Der arme Lazarus im Kulturstaate" (1867)dem im Jahre 1873 eröffneten Kantonsspital, dem er bis 1888 als Inspektor vorstand,die Wege und regte die Institution der seit 1881 im Spitale bestehenden Freibettenan; er befürwortete seit 1884 (u. a. wieder durch eine Broschüre: „Das Asil für Un-heilbare und Altersschwache", St. Gallen 1885) die Errichtung des 1892 dem Betriebeübergebenen kant. Asils in Wil; er hinterlässt als ein Testament seines humanen Geistesdas gesetzgeberische Postulat besserer Versorgung und Erziehung armer Kinder und ■Waisen (Broschüre: „Waisenkinder im Kanton St. Gallen" 1893). Sonderegger, seit1863 Mitglied des st. gallischen Sanitätsrates, seit 1873 der Sanitätskommission, warder Organisator des bestehenden st. gallischen Sanitätswesens mit den Ortsgesundheits-kommissionen. Reiche Wirksamkeit in gesamtschweizerischem Rahmen entfalteteSonderegger als vieljähriger Präsident des Centralvereins der schweizerischen Arzteund Vorsitzender der schweizerischen Ärztekommission während 19 Jahren, als Dele-gierter zu den ärztlichen Konkordatsexamen in Zürich und den daraus hervorgegangeneneidgenössischen Medizinalprüfungen, durch seine Bemühungen um eidgenössische Epi-demienwehr („Das eidgenössische Epidemiengesetz, eine Humanitätsfrage", Zürich 1881),um ein eidgenössisches Gesundheitsamt („Das Hygieine-Institut, eine schweizerischeHochschule für Volksgesundheitspflege"), um Lungensanatorien („Tuberkulose und Heil-stätten für Brustkranke in der Schweiz") etc. Als eidgenössischer Delegierter an dergrossen Cholerakonferenz in Rom (1885) verfocht er den Gedanken eines internationalenSanitätsbüreaus. Das litterarische Hauptdenkmal seines Lebens sind die „Vorpostender Gesundheitspflege". Für Gründung eines Freibettes im Kantonsspitale testierte erFr. 10,000. Seine Autobiographie enthält die Schrift: Dr. L. Sonderegger. Ein Lebens-