W ( iors ) M
!
li-
h
»
»> . '.—-——
^ UäkköOKOQQN.
Großnäßichte QZlgnk sind sonst bey dem Frauenzimmer die allerglück-seligsten, weil solches in dem Wahn stehet, es stecke sonst noch etwasgrosses und vortreffliches darhinter verborgen. Ja eine gewisse Repu-blic in Griechenland, ließ niemanden zu einer wichtigen ckargs und Po-sten gelangen, der nichfeine grosse Nase hatte, vermeinende, es müssemeiner grossen Nase Hoppelt so viel Weißheit, als in einer kleinen ste-cken.
Dem seye wie ihm wolle, so stunde mir der großnäßichte Vsräesdennoch nicht an. Den Grafen von Quickes hingegen noch ferner be-treffende , kam er àno i66s. aus Pohlen zurücke, und durffte, ausFurcht gegen den König sowohl, als um meines Gemahls willen, in-gleichen weil ich selbst, seiner in Lothringen gethanen Aussage wegen,noch ein klein wenig ungehalten auf ihn gewesen, zu mir nicht kommen.Allein dtz Liebe hat ihre Tücke, und wann sie will, muß es sich dennoch fü-gen, daß man zusammen kommet, welches sich zwischen mir und demGrafen von Quickes auf folgende Weise ereignete :
-ààme à is VievMe gab einen Ball. Dahin retölvirte meinGemahl und ich en kls-gue zu gehen. Um nicht erkannt zu werden, ließich etliche OZmes und Fräulein von meiner Luire sehr prächtig kleiden.Ich und mein Gemahl aberzogen weit schlechter auf als sie, und fuhrenin einer Lehn-Kutsche dahin.. An der Thüre des Hauses, wo der Ballwar, krassen wir einen gantzen Iroup von à-;uen an. Mein Gemahl,ohne sie zu kennen, pwpomrke denenselben, daß sie sich zu uns gesellenmöchten, nahm auch gleich ein Frauenzimmer bey der Hand. Ich er-griffe ebenfalls eine tàgue , verfiel aber in das gröste Erstaunen vonder Welt, als ich fühlete,daß es der Graf von Quiàs sey. Der Grafgerieth nicht weniger in Bestürtzung, als er es an einem gewissen Geruchvermercktt/daß ich eswäre.
?aàu ! Prinzeßin! Ihr und der Graf von Quick-- müsset einengewaltigen Umgang mit einander gehabt haben, weil ihr, eurer Seits, esgleich am Fühlen, der Grafvon Quàs aber am Gerüche wissen können,wer ein jedes seye.