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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Henrietta Maria, des enthaupteten Königs Caroli I. in Engeland Printzeßin Tochter, welche an den letztverstorbenen Hertzog von Orleans vermählt gewesen, und dem grossen weltberühmten englischen General, Mylord-Duc von Marlborough, welcher in diesem jetztlauffenden Seculo sehr grosse Thaten getan : worinnen die überaus merckwürdige Historie, der Printzeßin sowohl als des Hertzogs, ingleichen viele andere sonderbare Discurse enthalten ...
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wttden;Hferde aber gieng ich zurücke. Die vornehmsten Oam-zdes Hofes, alle sehr angenehm gekleidet, folgten mir, mit tausenderleyFedern aufdem Kopffe. Der König samt dem Kern derer jungen Hsf-Q'gvä'iLrz, war gemeiniglich auch nicht weit. Nach der Abend - Tafelstiegen wir in Caleschen, mid fuhren den grösten Theil der Nacht, un-ter dem lieblichsten Gethane derer Geigen und andern läumsmen, beydem canal herum spazieren.

Die Gefiissenheit so der König erwiese um meine Person zu seyn,verursachte gar bald grossen Lerm, und die Leute redeten auf unterschie-dene Art davon. Die Mutter und Gemahlin des Königs bezeugtensonderlichen Verdruß darüber, weiter nunmehro mir die Stunden sei-ner Geselischafft schenckete, die er sonst bey ihnen zugebracht. Endlichentstünde bey der Gemahlin des Königs gantz und gar eine grosse-6s wieder mich, und sie gab mir viele zornige Blicke. Wiewohl eshalff alles dieses nicht das geringste. Der König cominuitte bey mirzu seyn, und wünschte vielmals, daß ich nicht seines Bruders Gemah,lin seyn möchte ; welches ich in meinem Hertzen ebenfalls gewünscht, jaesöfftersbeseuffhethabe.

Zwischen dem König, seiner Mutter und Gemahlin, ist mancherSturm und trübes Wetter meinetwegen entstanden, weil sie dem Königimmer vorgestellet, es stünde nicht fein, daß er so viele Gefiissenheit blickenließ, um seines Bruders Gemahlin zu seyn, und daß die Leute übel davonredeten. Ich hatte das meinige ebenfalls, nicht nur, wie bereits gedacht,von der Gemahlin des Königs, sondern auch von der Schwieger-Mutterund meinem eigenen Gemahl, auszustehen. Indessen aber, da die Leuteredten und tobten, auch gänhlich davor hielten, ob schritten wir, nemlichder König und ich, in unserm Umgang zu weit, seufftzten wir, und expli-cirwn uns niemals vollkommen desjenigen wegen,was eines gegen den an-dern in seinem Hertzen empfand.

Als ich meines Orts sechsten in denen Gedancken stunde, ob stye derrtomsnc sehr nahe,der dem König seine Zung völlig lösen und machen wür-de, daß er die Gedancken seines Herhens gegen mich deutlicher zu erkennengäbe, fieng er auf einmal an, sich an eine meiner Staats-Fräulein,nemlichan die vàe, so die häßlichste unter allen gewesen, zu hangen. In mei-nem Gemüthe entstunden darüber seltsame Bewegungen. Bald wotteich, vor Zorn und Unmuch gegen den König bersten, bald aber war ichentschlossen die VaUerr zu erwürgen ; und bald hub ich an bitterlich zu wei-nen.

Uff 7.

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