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lànrm Königin ist ebenfalls nur eine halbe Stunde daselbst geblieben, weil sie überKopff- Schmcrtzen klagte.
?kil)Lkiebi§.
Paris und Madrit sind nunmehro die Orte , welche um der Ankunfft solcherPn'ntzcßinnen willen, die denen Reichen,worinnen sie die Haupt-Städte find, Nach-fvlgere und Erben des Throns, vor die zukünftigen Zeiten, geben sollen, grosseLusioarkeiten angestellet haben. An beyden Orten gehet es, bey dergleichen Gr<ìegenhîitên, über alle Massen prächtig her, insonderheit aber zu Paris, da eis-jeder, er stye arm oder reich, hoch oder gering, aus einem solchem Tag sich einesFest - Tag machet, lustig und fröiich ist. Die Häuser in denen Gassen, durch wel»che derbkarcll gehet, find mir Tapeten behängen, und die Fenster werdenvon denen«urieulen Zuschauern sehr theuer bezahlet. In Summa ein jeder freuet fich,undmachet zu des andern oepeuien, dergestalt, daß alles in der gautzen Stadt,Kaufleute / Künstler, Hand-Wercker,Wirths-Wein-und Lzll'e-Häuftr aber inson-derheit,davon p-ollliret. Eöist nur zu beklagen,daß dergleichen Tage nicht ewigwähren, sondern, wann sie verflossen, ein jeder wieder zu feiner Nahrung undHandthierung,zu feinen Geschafften und Sorgen, greiffen muß.
I.OOOVicO8.
Der Pallastaux ilimllenes, welchen der jetzige König von Frauckrcich be-wohnet/ ist zwar in dem Umfang des vouvres begriffen, scheinet aber gleichwohl,wann man ihn betrachtet , ein besonderes, an einem grossen, herrlichen und vor-trefflichen Garlhen gelegenes Gebäude zu seyn. Die Vsl-llien und Unterthanenfreuen sich im Übrigen, theils aus natürlicher Neigung zu dergleichen exnaorö,-nairen Begebenheiten, die etwas lustiges und ergötzliches in sich führen, theilspÄr ä-voir, über die Ankunfft einer Printzeßin, die ihre Königin wird, oder derein-stens werden solle- Wer aber indie zukünfftigcn Zeiten hinein sehen solle, wür-de bißweilen erblicken, daß man sich nicht allemal überfein Glücke, sondern suchzuweilen über fein selbst-eigenes Unglücke/ bey solchen Gelegenheiten erfreuet.Denn grosse Stasts-àiâZen zieheno'ffters grosse, grausame und blutige Kriegenach sich. Hernach ist die Frage, was aus dem Leibe einer Königlichen Brautderemstcus hervor kommet, ob es nemlich ein gütiger -âugàs, oder ein grausa-mer brooder 6-ligulz seyn möchte? Erstern Falls, wann man wüste, daß ihrîeib dem Reiche, so fie als Königin verehret, einen gütigen kug.àm zum zukünfti-gen Beherrscher geben würden, solte man billig jauchzen und Frohlocken, daß es bißà den Himmel erschallete. Andern Falls aber hätte man viel eher Ursache zu wei-nen und zu wcheklazeu, ja in Säcken gekleidet, und mit Asche auf dem Haupteinhrrzugrhrn- Mein das Aukunfftjgehat GOrt dem Menschen, zu seinem Be-sten , verborgen. Darum ist es billig, daß sich die Unterthanen allemal über dieVerlobung , oder wirckliche Verheyrakhung, ihres âouveàs oder seines Cron»Erdens, erfreuen, und dabey das Beste hoffen. Sonsien solle die làr-.kà.ihres geringen Mrrs ungeachtet, da fie nemüch noch nicht vier Jahr alt, dennochschon grosse Blicke von einem ungemeincn Verstände spühren lasses, und von Ge-stalt und Gliedern sehr wohl gewachsen / auch dabey sehr gefällig und weit bered»rer als der Komg, ihr zukünftiger Gemahl, der sehr wenig zu sprechen pfleget,seyn- Sre wird sich in Franckreich schon wohl befinden / auch, unser der Aufsicht