Druckschrift 
Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

à?.-

2.S neulich ?riclericu8 V. Thurfurff von derHfcky, seinen Sohn, Ozrolnm t.u6ovicum, derihm in der Lhurfurstlichen VOürde succecliret,in dem Reiche derer Todten aneraff, sprach erzu ihm: Ach, mein Sohn! wie glücklich wäret ihrgewesin, woferne ihr auf der Welt nur einig und al-lein eure Gemahlin, nicht aber fremdes Frauenzim-mer, gäbet hättet?

Hierauf antwortet L^noLus^uDovicu-r.

Und ihr, mein Vater! wie herrlich und vergnügt würdet ihr nichtgelebet haben, wann ihr mit einigen , eine Königk. Crone vor

nichts geachtet, und keinen so starken ^xgetit gehabt hättet, deren einezu tragen?

kHiOLiricus.

Es ist wahr, mein Sohn ! daß esthörichtvon mir gehandelt gewesen.Denn man rechnet von der Churfürstlichen zu der Königlichen Würdezwar nur einen einigen Schritt, der aber gleichwohl höchst-gefährlich istzu thun,wann man keine rechte Voc-àn darzu hat. Solchen Falls öffnetsich, indem dieser Schritt ins Werck gerichtet werden solte, ein Abgrund,worein der, so nach der Crone schreitet, gemeiniglich zu fallen pfleget. Esist demnach wohl gewiß, daß die Cronen von oben herab kommen. Wemsie nun der Himmel nicht auf das Haupt herunter sencket, der wird sieschwehrlich erreichen, er mag darnach langen, greiffen und schnappenwie er will. Jedoch, mein Sohn ! klinget es noch ziemlich, wann man inder Historie von mir vernimmet, ich stye darum unglücklich worden, weilich eine Crone zu tragen verlanget. Wer hingegen euren Lebens-Lauffdurchliefet, findet, daß ihr euch, nach eurer keàài in die Churfürst!.

Aaa a a 2 Würde,