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halb ich, allhie in dem Reiche derer Todten, sehr übel auf meinen Sohnund Nachfolger, c^roium, zu sprechen gewesen, da ich die Nachricht da-von erhalten. Hingegen hat mir dieses sehr wohl gefallen, daß besag-ter mein Sohn, ingleichen das Neuburgische Haus,aufwelches die Chur-Pfälhische Lande gefallen, da unser Stamm in meinem Sohn c^roloausgcstorben, denen von mir hinterlassenen Rauh-Grafen und Rauh-Gräfinnen, die ihnen sMZàte pensions richlig reichen lassen.
Es ist ein sehr rares Exempel, wann eine kiàeile, von einem gros-sen Herrn, so lange geliebet wird, wie ihr eure Degenfelden geliebet ha-bet. Indessen wäre zu wünschen mein Sohn ! ihr möchtet euren Saa-men nicht auffremde Felder verwendet, sondern ihn fein fleißig auf eureneigenen Acker gestreuet haben. Solchen Falls würden euch die Chur-Pfälhischen Lande noch jetzo verbunden seyn, weil ihr, durch fleißigeBauung und Besäung eures eigenen rechtmäßigen Ackers, sonder allenZweiffel verhütet hättet,was sich nachhero ereignet, ncmlich,daß unserStamm in eurem Sohn Oào aussterben, die Pfaltz auf eine Römisch-Catholische Linie fallen, und seit dem viele Drangsalen, in Ansehung derReligion, erdulten müssen. Jedoch es ist ein Schicksahl das man sich nun-mehro, nachdem es geschehen, und nicht mehr zu ändern, muß gefallenlassen. Lasset uns, mein Sohn ! vorsetze hören, was neues aus der Welteingeläuffem
e» Als die zur Gemahlin unsers Königs ^sslinik-te
Infanlin von Spanien, den 6. k°Ld! U3ri!, im Schlosse dieser Stadt ange-langet, haben die Kinder derer vornehmsten und ansehnlichsten Bürger,eine vor die besonders verfertigte Lom«äie, vor derselben prL-senciret, und , obwohl das älteste davon noch nicht io. Jahr alt, soangenehm und wohl ausgeführet, auch die LompUmenre bey Eröffnungder Schau, Bühne und dem Beschluß, so zierlich und ordentlich gema-chet, daß die junge Königin, ja der gantze Hof, ein besonderes tnä-daran gehabt; und hardie Printzeßin allen, welche mit gg-ret, bey-derley Geschlechts, permimret ihren Rock und Hand zu küssen.
Eine artige invention, daß man der Königin von Franckreich, alseinem Kind, eine Comcrà durch Kinder vorstellen lassen. Es scheinetauch als wann dieEinwohner zul^r cn8àkoi',ge sehr grosfi'Liebhaber vonSchau, Spielen seyen, weitste gestatten, daß ihre Kinder darinnen sichso zeitig üben dörssen. Ich meines Orts hake es vor unrecht und simd-sich, Kinder zu dergleichen Eitelkeiten anzugewöhnen.
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