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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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tsnen Mahlzeit, muß es seyn scharst über mich und die Degenftlden her-gegangen. Denn obwohl der Herhog von Wurtemberg meiner vo-rigen Gemahlin rieche , nichts gewaltthätigcs gegen die Degenftldmvorzunehmen , weil sie dadurch nur übel arger machen würde; so gaber Lsch zugleich fsme Parole, sich mit aller Macht zu bemühen, mich vonder Degenftlden abzuziehen, und mir ^bsriorren wieder auszusöhnen.Er versprach auch, gleich nach seiner Heimkunfft, an seinen vâìen, »--rr-renium von Degenseld, meiner Geliebten Bruder, sehr ernstlich zu schrei-ben, mit Befäl seine Schwester alsobald nacherHauszu fordern, oderer , der Hertzog, wolle , widrigen Falls, seine Lehne wieder zurücke neh-men und einem andern coàiren. Unrechesse solle sich meine vorigeGemahlin an den Käyser wenden, und ihr» ersuchen, daß er geruhen mäch-te, durch seine inrei-poimon. sie wieder mit mir zu vereinigen.

Was nun den Rath betrifft, daß meine vorige Gemahlin nichts ge-waltthätiges gegen die Degenftlden vornehmen solle, ist solchem nichtallerdings gefolget worden, sondern c. Kolons mag, vielleicht mehr alseinmal, nach Mitteln und Gelegenheit getrachtet haben, die Degen-feldenaus der Zahl derer Lebendigen unter die Todten zu bringen; wie-wokl es ihr niemals gelingen wollen. An den Käyser hingegen ließ sie,indem Jahr lSLe. unsere Sache gelangen, der aber gar keine Lust bezeigetsich barein zu mengen. Als sie sahe, daß alle Hoffnung umsonst seye wie-derum an meine Seite zu kommen, verließ sie die Stadt Heydelberg samtder Pfattz, und grenz zu ihrem Bruder nach Cassel, woselbst sie sich beynahe 19. Jahre aufgehalten, und ehe nicht wieder nach Heydclberg ge-kommen, biß sie meinen Todt erfahren. Ich lebete indessen vergnügtmit meiner Degenftlden, und unser vertrauter Umgang währete in allemdrey und zwantzig Jahre, daß wir nemlich einander als Eheleute cräret,binnen welcher Zeitich gegen ein Duhent Kinder, Söhne und Töchter,mit ihr gezeuget. Die Söhne wurden Rauh,Grafen, die Töchter aberRauh - Gräfinnen, genennet.

Endlich starv d.e Degenftlden änno 1677.und beschlösse ihrLebenin meinen Armen. Ich ließ ihren erblasseten Leichnam zu Heydelbergin der Heil. Geist, Kirche, in denen Churfürstiichen Begräbnissen bey-setzen, und hatte weiter gar keine Verlangen nach meiner ersten Gemah-lin , sie entweder noch einmal zu sehen oder zu sprechen. Nach meinemTodt ist der Cörper der Degenftlden ,aufVeranlassung meiner, nachHeydelberg alsdann zurücke gekommenen, ersten Gemahlin, wieder ausderHeü.GeistKirche genommen , und nach Mannheim, in die nachhe-yo von Venen Frantzchn ràirle , Fest» ngs,Kirche geschaffek worden,we^

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