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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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Seite
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Vier Tage hernach, da die ^6ä,re mit der Pistole päret war-langte ein koKMon an, mitBericht, daßderHerhogvonWürtemberg,samt seiner Gemahlin, innerhalb zwey Standen ankommen würde«.Dannenherosetzete ich mich mit meiner neuen Gemahlinn; eine e«rosss,und fuhr denen anlangenden Gasten entgegen. Man brachte drey Ta-ge in allerhand Kurhweii zu , meine alre Gemahlin hingegen pâteihre Zeit in grosser Einsamkeit, wurde auch nicht zur Tafel eingeladen ;obgleich der Herhog von Wurtemberg sowohl, als seine Gemahlin, in-ständigst darum baten. Endlich ließ meine alte Gemahlin auch eineMahlzeit in ihrem Gemach bereiten, und beyde fremde Fürstliche Per,sonen , mich und meinen Chur-Printzen, csrolnm, darzu mviüxen. Ichversprach zu kommen , weil mich der Herhog von Wurtemberg gar sehrdarum anlag und ersuchete« Gleichwie ich aber solches ohne Vorwif-sen und Einwilligung meiner geliebten Degenfelden nicht thun durffte :also gab mir dieselbe, als ich desfalls um Erlaubniß bey ihr bat, ein über--aus saures Gesichte, drohete auä), siewslte mich nicht mehr an ihreSàlassen, wo ich bey meiner vorigen Gemahlin speissen würde«,

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Hilff Himmel! Ich erstaune ganh zu hären, wie viel Macht ihreiner rrisNrssse über euer Hertze eingeräumet. Hat euch die Degenfcl-Len gedrohet euch nicht mehr an ihre Seite zu lassen,hättet ihr die Gelegen,heit unverzüglich ergreissenMv sie verlassen,dargegen aber miteurerrecht-mäßigenGsmahlimaufs neue,wieder in Friede und Einigkeit leben sollen«,e L koi. n s o ovic o L

Ihr seyd, mem Water 5 unerfahren in der Sache, und wisset nicht,'wie weit sich die Herrschafft einer tvlàsse, wann man von ihrer Schön-heit gefangen gehalten wird, über die Seele eines Fürsten erstrecket.Man hat ebenso wenig Gewast und Freyheit etwas wider ihren Wil»len zu thun, als ein an Kelten liegender Gefangener, der aus dem Kerckergerne heraus in das Freye wäre, durch seine Bande aber Mücke gehal-ten wird. Ach meines Orts mufte demnach auf eine Entschuldigung be-dacht seyn , und solches war eine vorgewande Unpäßlichkeit. Alsoruffere ich meinen Chur-Prmßen Orolum > und sprach zu ihm : Gestehirr, und hilff deiner Frau Mutter ihren Gästen zusprechen,strge auch von mernsewegen zu ihr, ich wäre durch Unpäßlich-keit verhmderr diestsmal stezu besuchen; eokönnteaber, mirGDttes Schickung, wohlauf eine andere Zeitgeschehen.Währender dieser, in meiner vorigen Gemahlin Gemach/ gehab

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