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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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unverbrüchlich zu halten. Diese Worte, ingleichen die Blitze ih-rer schönen Augen, erhärteten mein Hertzegegen meinevorige Gemahlinauf einmahl wieder, und zogen mich, wie ein gewaltiger Strohm einschwaches Hsltz, nach sich, dergestalt,l daß ich denen Knienden den Rü-cken zuwande und der Degenselden nachfolgete. Gleichwohl kunntesolches nicht geschehen, ohne zuvor die Hände, über meinem Haupt, zu-sammen geschlagen, und etliche tiefe Seuffzer geholet zu haben.

Die Worte, welche meine vorige Gemahlin aus der DegenseldenMunde gehöret, ingleichen daß ich sie also, samt meinen rechtmäßigenKindern, hatte knien lassen, ohne ihnen einen Trost zu geben, stürtzetensie vollends in die gröste Verzweifelung. Sie lief voller Rache undWuth nach ihrem Gemache, und langte eine geladene Pistol, in derAbsicht der von Degenfeld eine Kugel durch das Hertze zu jagen. In-dem sie aber milder geladenen Pistol aufdas Zimmer zuraunte, allwoich mich nebst der Degenselden befand, begegnete ihr Graf Wolff su-lius von Hohenloe, nahm ihr, aus allen ihren Geberden und Stellungenurtheilende, was sie zu thun entschlossen seye ,die Pistol ab, und schoß siezu einem Fenster heraus. Ich, den Schuß hörende, entsetzte michseht darüber, lief eilends aus dem Gemach, und fragte, wer geschossenhatte? Daraufantworte CKsrlorls: Ach lieber Gemahl l wir ha-ben es gethan, willens Ew. Durchl. an diesem UmhLer zu^chen, womit sie auf die Degenselden zielete. Zu diesen Wor-ten schüttelte ich den Kopff hefftig, und sprach: Lierions > ekarlorra,lasset solche Dinge unterwegen, wann ihr nicht alsobald vonmir wollet völlig abgeschaffet werden. Ich fügete noch etli-che dräuende Blicke hinzu; da dann dieselbe gleichsam erstummetemndvon dannen gieng, ohne weiter ein Wort zu reden. Ich meines Ortsaber machete unverzüglich Anstalten gegen alle Gefahr, die meine liebsteDegenselden in Zukunfft betreffen könnte.

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Es wäre gut vor eure verstossene Gemahlin gewesen, wann sie denSchuß, ihrer inlenà gemäß, hätte in das Merck richten können, unddie Kugel, an statt daß man ihr den Weg zum Fenster hinaus gewresen,der Degenselden durch das Hertz gegangen wäre.

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Da bewahre der Himmel vor, mein Vater! Denn ich dörffte so-dann meine verstossene Gemahlin ebenfalls mit eigenen Händen nieder-

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