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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
Entstehung
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Aber ist dann etwas an der in diesem Schreiben vorgegebenen Ent-blößung gewesen? Ihr habt ja zuvor nichts davon gedacht, als ihr eurerAnwesenheit zu Regenspurg Erwehnung gethan.

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Ich habe doch gesaget, daß sie sich zu Regenspurg seltsam aufgefüh-ret, und darunter ist die Entblößung begriffen , welche darinnen bestan-den, daß sie ihre Brüste, biß unten auf die Warßen, offen getragen.Eben dadurch gab sie Anlaß, daffmeme Liebe zu ihr vollends erkaltete,und ich schrieb gleich von Regenspurg an die Degenfelden, und ersuchetedieselbe, sie möchte belieben sich auf meinem Schloße Schwehingen ein-zusenden: denn sie war, aus Furcht und Scheu vor meiner Gemahlin,schon lange Zeit abwesend gewesen. Als ich nun von Regenspurg wie-der nach Hause kam, hatte, ich das vlaiM- meine geliebte Degenftlden zueàâàn,und ihre schöne Lippen zu küssen ; da jmmittelst meine Ge-mahlin zu Regenspurg, annoch brav darauf loß spickte, oder sich sonstciivertirte.

Nachdem meine Gemahlin den Inhalt dieses jetzt-erwchntenSchreibens begriffe:; hatte, sancksie meine Ohnmacht darnieder. Je-doch sie kam wieder zu sich sechsten, und bereuete hernach alles, was siezu Regenspurg gethan hatte, insonderheit, daß sie mir, des von mir, ihrerallzustarcken Entblößung wegen empfangenen kepàsnllL halber,die ehe-liche Beywohnung versaget. Sie schickele eine andere adeliche Cam-mer- Fräulein, Namens Maria Magdalena von Helmstedk an mich,mir ju hinterbringen, was maßen sie gesinnet fty mich in allem meinemBegehren zu comenriren, ausgenommen, was die Ehescheidung belan-get. Denn silbige seye eine Gewissens - Sache, und werth, daß man siewohl bedächte, weswegen sie mich bäte, ihrem wenig Bedenck-Zeit zugeben. Zwar, wann es mir belieben solle aus eigener Macht eine Ehe-scheidung vorzunehmen, so wäre sie zu schwach es zu verhindern ; jedochvermeinete sie mir niemals so grosse Ursache gegeben zu haben, dieselbegäntzlich zu verstoßen.

Dieses Vorbringen der abgeschickten Cammer-Fräulein höreteich an. Weil mir nun solches ziemlich lubmillzusevn schiene, antwortetejch atsy: Schöne Jungfer l Gager zu eurer Frau, daß wir nun-mehr-