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mehro gesiunet ihr führohin mehr Freyheit zu geben, und dieVier Schweiger vollends von ihrem Gemach hinweg zu thun.Es solle ihr auch erlaubet seyn hinunter in den Garthen zu spa-tzieren, wann es ihr gefällig, und solle sie sich zu Uns verse-hen, daß WirschonN^ittel finden werden sie völlig;» befrie-digen. Allein sie solle sich nicht gelüsten lasten ihrem HerrnBruder, und andern Freunden, von Unserm Vorhaben etwaszu schreiben, und die Ehescheidung solle sie auch eingehen, in-dem ich bedacht seye, mich anderwärts zu verheyrarhen.
Sobald die Fräulein von mir hinweg, gab ich Befehl, daß die mehc-erwehnten vier Schweitzer ungesäumt abgeführet werden sollen, und mei-ne Gemahlin gieng noch selbigen Abend in dem Thier-Garthen fpahie-ren« Ich meines Orts hingegen fuhr den andern Tag nach Schwetzin-gen, meine geliebte Degenfelden zu besuchen, und mit ihr, der Svpu-Isuon wegen vollends Abrede zu nehmen. Ja ich hatte einen besondernWeg von Heydelberg nach Schwetzingen machen lassen, damit ich de-sto geschwinder dahin kommen kunnte- Nachdem mit der von Degen-feld alle lVleilures genommen waren, schrieb ich also an meine Gemahlin :
Andre Durchlauchtigste Fürstin und Frau,Frau(àlorm, Landgräfin zu Hessen.Durchlauchtigste Fürstin, Gnädigste Frau !
Ew Lirbse» aebe ich mit wenigem zu verstehen, daß ich mich, abaeredeterEhescheidung gemäß, wiederum ehelich eingegeben, mit der WohlaebohrnerrFräulein, Fräulein lài- t.ov6>von Degenfeld, Dyrnau und Neuhaussen. Ver-hoffe also,Ew Liebten werden Ihnen solches gefallen,lassen, in Betrachtung,da!» es«ichr mehr kan geändert werden, indem wir allbereit den würdigen, unsern lie-ben Getreuen , Hiskias Eleazar Heiland , der Lutherischen Gemeinde Urisr rStadt Heydeberq Predigern, zu Uns holen lassen, uns beyde Cl ristlich zu copuli-ren. Weil ich aber wohl weiß, daßEw Liebdenmit mir zwey Fürstliche Kindergezeuget, alsgebühret mir die Tage Ihres Lebens Ew. Liedden Fürstliches BrsAr-menrzu verschaffn Sie sollen dcrohalben, das ha!be chlöß zu Heyselberghinfüh.o , nach Ihrem Belieben zu gebrauchen. Macht haben, und von demHofs-Schaffner so viel «eld erheben , alszu Ihrem Unterhallwird nöthig seyn.Allein Sie wolle sich mit meiner sttzigen Gemahlin vertrank», und ihr nichts Lci-des zufügen, damit ich nicht verursachet werde Ew.Liebden ungünnstig zu werden,verbleibe Ew. Lirbden sonst biß in den Todt geneigt.
c. b. Churfürst.
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