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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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Lieben vor mein Gemach zu legen , Ihnen haben gefallen lassen /diese Zeit her aus-gestanden, ist nicht zu beschreiben; welches mich dann verursachet Ew. Lieben zuerinnern, daß Sie geruhen wollen miturir armen Fürzlin also zu verfahren, darMit Sie es vorGQtt und derWelk verantworten können.So stehet auch zu brdencke»ob es rühmsich sey ein eintziges schwaches Weibs-Bild mit viertzig wohtbewehttmHellepardiers zu vermachen, da doch zwey oder drey solches g-nugsam verrichte»können. Hiernechst will miruicht einfallen, waS ich siräffiiches möchte begangenhabewwelches eines so harken pcorelles würdig wäre. Bitte derohalbea Ew. Liebe»um GOttes willen, mich entweder aus freyen Fuß zu stellen, oder, wann-ich et-was begangen, zuvor auch meine Verantwortung zu hören; dann ich zeichevowegen ungestümmen Polterns-drreràcii5crerrn Schweitzer ,mchtdrey Stunden hasbe Waffen könae«.

Ew. Lià

Mtreue biß inî>m Todt,

^tiarlous, Pfaltzgräfitl.

Dieses Schreiben war gleichwohl vermögend, meinen Zorn ssweit tu besänffügen, daß ich unverzüglich befahl alle Schweitzer , biß aufviere, wieder wegzuführen, welches auch alsvbald geschehen. Hinge«Ken findete ich meiner Gemahlin einen Brief folgenden Inhalts;

An ekül-iotta, gebohme Landgräfin zu Hessen.

Esnimmet mich Wunder, wie ihr noch so kühn seyn börstet mich zu frage»,warum ich euch vermachen lasse ? da ihr doch nicht läugnen kàet, baß ich-euch.als ich meine Reise von Regenspurg wieder nach Heydelbttg zurücke fttzete, ernst»dich anbefohlen, mir den Tag hernach unfehlbar zu folgen, welches aber erst in etilichen Wochen geschehen, an weichem meine, ohne diß übel mannte, Unterthaneneine gute Zeit werden zu bauen haben- So werdet ihr auch wohl wissen, wielhr aufdenen zu Regenspurg gehaltenen Christ. Feyerkagen mich beschimpffct; undals ich aus meinem billig gefaxten Zorn, wegen begangener Leichtfertlakeiten undEntblsssung eures Leibes, in Gegenwart aller Versammleten Reichs-Stande,nueein wenig gewehret, mir gleich alle eheliche Beywohnung auf ein halbes Iaheversaget, welches Verbrechen mich des ehelichen Bandes gantz entlediget, bin auchgäntzlich dahin relbiviret, mich von euch völlig, durch einen öffentlichen säumscheiden zu lassen, welches tm-nt mich dann bewogen, mich eurer zu versichern,damit ibr nicht als eine Flüchtige, durch Verhetzung eures Bruders und ande-rer Befreundten, mir und meinen Landen ein Unheil erwecket. Endlich verspre-che ich euch, durch meine fürstliche Worte, wo ihr euch werdet still und eingczogetthalten, und die Ehescheidung ohne einige Ausflucht bewilligen, so wollen wieeuch nichtnur dergefünglichen Verhafft entledigen, sondern euch auch solch Ein-kommen verordnen, mit welchem ihr euch recht wohl und fürstlich erhalten könnet ;hiemit eure endliche Erklärung erwartend«

c. ^.Churfürst.

In ii »

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