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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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gleichsam Gesetze vor. Wiewohl mein Sohn ! ihr seyd es werth gewe-sen. Denn wann ein Fürst seine Gemahlin maulschellieret, ist er höchst-blâmà, und er machet sich dadurch dem gemeinen Pöbel fast Zantzgleich. Geschiehet es aber gar in Gegenwart fremder fürstlichen Gä-ste/ ist solches vollends unverantwortlich / und ihr hättet es euch müssengefallen lassen, wann euch der Marggraf von Durlach gar zu einemvaeii heraus gefordert hätte, nachdem er wieder aus eurem Gebiete ge-wesen wäre.

(^äK0L.U8 I^UOOVicUS.

Wohlan ! So hätte ich mich dann tapfer mit ihm herum geschossenoder gestochen : denn meinen Mann habe ich nie gescheuet.

kklOLkicns-

Lon.mem Sohn ! Aber, was saget die Welt von einer solchen <ä-Zuite und Aufführung, die sich mit dem Stande eines Fürsten so wenigreimet. Eure gewechselten Lateinischen Liebes -Briefgen werden viel-leicht machen, daß sich ein und anderer, der sie listet, darüber verwun-dert, indem sich heut ju Tage wenig Fürsten und fürstliche kisicressen inderWelt befinden, die sich der Lateinischen Sprache piguiren- Alleinich meines Orts habe es euch vor übel, daß ihr euer Wesen mit der De-genfelden der Lateinischen Sprache anvertrauet habet. Ihr hättet vieleher in OKMen schreiben, und solche Ld3ràrcî erfinden sollen, die keinMensch, der den Schlüssel nicht darzu gehabt, lesen oder verstehen kön-nen.

I^Ul)0VlLU8.

Wären auch gleich meine und der Degenfelden Briefe mit <7KM-enoder càràren geschrieben gewesen, würde die Zeit dennoch alles offen--bahret haben, was die Lateinischen Briefe verriethen. Ich ließindessen des Marggrafen starcke Vermahnung Platz in meinem Herhenfinden, begab mich nach Vcrfliessung zweyer Stunden zu meiner Ge-mahlin in ihr Gemach, und redete sie also an: Zürnet mein Gchaynoch mir mir ? Sie antwortete : Versichere euch, mein Gchay !daß das, was bey der Tafel geschehen, mir Ursache genug gä-be zu zörnen. Ader wegen so wehrrer Gäste Gegenwart , wel-