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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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besten bey dem ersten Brief, der meiner Gemahlin in die Hände gespieletmorden, Erwehnung gethan. Aus ihrenAugen leuchtete eine tiefeTraurig-keihund der Verdruß samt der Empfindlichkeit ihres Herhens war gantzdeuwch aufihrcm Gesichte gemahlet. Gleichwohl platzete sie zur Zeit nochnicht damit heraus, sondern verbisse alles mit grossen Zwang, biß sich einebequeme Gelegenheit hervor thun würde sich zu offenbahren.

Solches geschahe ein paar Wochen hernach, da Friderich, derMaragraf von Baden-Durlach, samt seiner Gemahlin, von Durlachnach HeyLelbergkam, mir eine zu geben. Denn, als wir zusam-men an der Tafel fassen, sprach der Marggraf zu meiner Gemahlin:wie so traurig, meine Frau Schwester? Meine Gemahlin ant-wortete und sagte: Geliebter Herr Bruder! vielleicht findenfrch noch wohl Ursachen unserer Traurigkeit. Ich meines Ortsmerckie gleich, was dieses heissen solle, wannenhero ich in meinem An-gesicht darüber erröthete und sprach : Es ist nichts neues, daß mei-ne Frau Gemahlin ohne gegebene Ursache zürnet Darauffuhr sie heraus und erwiederte, mit einem paar Augen, die von Zorn gantzangestemmet waren: Diejenigen, welche die Mägde lieber se-hen als die Frauen, machen mich zornig. Diese piguantenWorte griffen mir das Hertz im Leibe an, und macheten, daß ich in mei-nem Angesicht erblassete, auch mich nicht zurücke halten kunme ihr, inGegenwart besagter Fürstlichen Geftllschafft, eine dermassen derbe Maul-zchclle zu versetzen,daß ihr das Blut zur Naase heraus schoß, und sie sichresvielen Wischcns wegen, gezwungen sahe von der Tafel hinweg zu ge-hen. Der anwesende Marggrafvsn Durlach entrüstete sich hefftig dar-über, und sagte zu mir : dignorkNeccorekroppoe quetìo, Ey das istzuviel. Ick) hingegen sprach : Uio fi-ätsllo àrcbels , M3 coll bs vcilmo,"jch Habs Ursach darzu. Allein der Marggraf wolle sich mit dieserEntschuldigung noch nicht befriedigen lassen, sondern redete mir mit nach-drücklichen Worten zu, und sagte unter andern, daß wann er solle gewusthaben, daß seine Rede einige Uneinigkeiten veranlassen würden, wolleer lieber tausendmal stille geschwiegen haben ; und woferne ich mich nichtnoch vor Sonnen - Untergang wieder mit meiner Gemahlin versöhnen,ftye er reio!v!ret,den andern Morgen, bey früher Tages-Zeit/sich oh-ne Abschied von Heydclberg hinweg zu begeben.

Dieser Marggraf schrieb euch also, in eurer eigenen

gleich-