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Heydelberg ward demnach von mir nicht erreichet, sondern ich be-schlösse mein Leben in dem Dorffe Seckenheim am Neckar, zwey Stun-den von Mannheim,in einem Baum-Garthen, unter einem grünen Nuß-Baum , nachdem ich 62. Jahre in der Weltgelebet hatte.
Meinen Leichnam hat man zurücke nach Mannheim gek racht undihn balàíret, nachgehends aber denselben nach Heydelberg Zeführet,allwoer,den26.0äobr. i68O.nachStandes-Gebühr, sehr in
der Heil.Geist Kirche, in denen Churfürstlichen Begräbnissen, beygesetzet,und des Tags hernach, auf vorhergeschehenes Ausschreiben und Ver-anstaltung des Kirchen-Raths, die gewöhnlichen Leich-Predigtendurch mein gantzcs Land gehalten worden.
Die Worte: OL- , der HErr wird es wohl ma-
chen, oder GL>tt wird schon Vorsorge tragen, waren mein
L^mbolum.
Land und Leuten wüste ich, als ein Herr und Fürst, wohl vorzuste-hen, auch die Schaafe zu scheeren und nicht zu schinden, i.e. vcn meinenUnterthanen Lomiààe8 zuziehen, und doch zumacheu,daßsie da-durch nicht allzusehr gedrucket wurden, wannenhero dieselben wünschten,daß ich lange Jahre über sie regieren möchte.
Ich war ein Feind des Sauffens und, derer vebgucken, und dochfreyen und lustigen Gemüths. Den Schertz liebele ich, wann keine An-züglichkeiten dabey vorfielen. Meine (âveiàion war lehrreich undangenehm; wie ich dann überhaupt sehr-äble und höflich, gelehrt, undein großer Freund derer Gelehrten gewesen.
Je grösser bißweilen die Gefahr zu seyn schiene, desto stärcker warmeine Hoffnung. Zur Unruhe und Kriegs-Zeit sahe man mich allezeit« la à meiner Völcker, bin folglich dem Exempel derer keineswegesjgefolgct, die zu der Zeit sanffte ruhen, wann die Soldaten und Lenerals-Pcrsonen vor sie ihr Leben wagen und grosse knZuen ausstehen. Ichwolle alles wiff'n, und was ich selbst bestellen kunnte, darinnen verließch mich auf keinen andern. Jähzornig bin ich gewesen, wie solches ausverschiedenen kallsZen meines Lebens, wann meine Ehre, oder meine Lan-de und Leute angegriffen worden, zu ersehen ist. Zu gewissen Zeitenmachete ich grosse Oeperà, und in andern Dingen war ich bißweilenwieder allzugenau. Mein vertraulicher Umgang aber mit der Fräuleinvon Degenfeld, bat gar einen grossen ìì t an meiner Historie,wannen-hero ich ihn billig biß aufdie letzt verjähret habe, und ihn nunmehro gantzins besondere erzehlen will. Ggg SS z Unter