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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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daten, die Grausamkeiten sechsten angefangen, und viele Franhosen nichtallein an denen Bäumen aufgehangen, sondern auch andere zerrissenund in Stücken zerhauen, einigen das Hertze aus dem Leibe, verschiede-nen aber die Augen aus dem Kopffe gerissen, oder sie sonst jämmerlich zer-stümmelt hätte.

Die Festung Philippsburg war ein Ort, aus dem mir der Feindgrossen Schaden zufügete. Derohalben iolUcikirte ich so lange, biß manihn belagerte. Ich meines Orts conrribuirte das meinige redlich zu die-ser Belagerung, und legte dabey grosse Ehre ein, dergestalt, daß die Fran-tzösische Oarkitoa des Platzes, Lnrio 1676. den I7.i>eprembr. cspltulirenmuste.

Zwey Jahre zuvor, nemlich änno 1674. starb Hertzog Moritz,Pfaltz - Graf zu Simmern ohne Erben, und sein Fürstemhum fiel mir alsnechsten üZmken zu. Mit diesem Fürsten hatte ich, bey seinem Leben, ^starcke Processe , weil sein Vater, der euer jüngster Bruder gewesen, meinVater ! in dem Testament eures Vaters und meines Groß,Vaters,mitLand und Leuten allzureichlich,und der Gewohnheit entgegen,zu eurem undderer eurigen grossen Nachtheil, bedacht worden war.

àno 1678. erfolgte der Nimwegische Friede, durch welchen sichein siebenjähriger grausamer und blutiger Krieg endigte. Wiewohl ichmeines Orts genösse der Süßigkeit des lieben Friedens gar nicht langemehr ; sondern der Todt pochete an, und forderte mich aus der Zeitlichkeitab in die Ewigkeit, welches sich im àZrâ àno 1682. ereignete, ebenda sich mein Printz Osrolus, in Engeland, auf seinen Reisen be-fand. Denn ich wurde zu Mannheim, allwo ich mich meistemheilsaufhielt, kranck, und fiel, aller angewandten Sorgen und Artzney-en ungeachtet, in ein schwehres Fieber. Man vermeinete die Verän-derung der Lufft würde mir dienlich seyn, und beschlösse also, mei-nem Begehren zu Folge, mich in einem bequemen Lehn, Sessel nachHeydelberg zu bringen. Allein, ich befände mich kaum eine halbe Meilevon Mannheim, so überfiel mich eine Ohnmacht, von der ich mich wiedererholete, von dem Sessel aufstunde, und in dem Grünen spahieren gieng.Jedoch ich empfand gar bald aufs neue, daß mir die Kräffke mit allerMacht, je mehr und mehr, vergangen, weswegen ich mich wieder aufden Sessel sehete, und noch ein Stücke Weges forttragen ließ. Dar-aufbefiel mich eine neue starcke Ohnmacht, die mich dermaßen angriffe,und so lange anhielt, biß ich, nach Verlaufseiner Zeit von vier Stunden,den Geist darüber aufgegeben. Heydel-