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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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712
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men, mit ein und andrem darinnen ru sprechen und Abrede mit ihm zu neh-men. Jedoch mein geheimes Verhängniß hegete hierunter gantz andereAbsichten und wolle, daß ich es zum v->lec noch einmal besehen solle, Mas-sen ich es nachhero Zeit meines Lebens nicht wieder zu Gesichte bekommen,vielweniger solches beherrschet, sondern mein Leben imMüo beschließenmüssen. Wie mir nun dazumal zu Muthe gewesen, als ich, verstellterWeise, meine eigene Lande beschütten, und fremde darinnen den Meisterspielen sehen, mich aber, als der wahre Eigenthums, Herr und recht-mäßige Fürst, nicht einmal melden dörffen? ist leicht zu erachten. Esaber gleichwohl mit kurhen Worten zu sagen, so weinele mir das Hertz imLeibe, und hätte, vor Wchmuch, zerspringen mögen.

Wäre mein Schwieger-Vater, König Iscobus i. in Engeland, sogeneigt gewesen den Degen zuführen, als von der Lateinischen Sprachezu äilcur>ren,dörffte vielleicht alles besser vor mich gegangen seyn. Endlichabergeschahe es gleichwohl,daß er àno t624.meinttwegen demKäyserden Krieg ankündigte, oder ihn doch wenigstens damit bedrvhete, wofer-neman mir meine Lande nicht ,-àuiren würbe, mit dem Beyfügen,wel-chermassen nicht nur er, sondern auch andere ausländische Cronen undFürsten, als Schweden, Dännemarckrc. den unverdienten Fall einesso Durchl. Hauses, welches mit vielen Königlichen, Chur - und Fürstli-chen Häusern, durch Geblüth und Schwägerschafft verbunden, gar un-gleich aufgenommen, und sich daher entschlossen hätten, demselben, wogütliche Mittel nichts verfiengen, durch die Waffen beyzubringen.

Da nun ware es Zeit, und heilsamlich gewesen, wann man, aufSeiten des Käysers und derer Ugäschen, auch ein wenig nachgegeben,und dem schmeichlenden Kriegs - Glücke nicht allzuviel getrauet, sonderndasselbe gemäßiget, und die bißherigen siegreichen Waffen, durch neueFriedens-Bande,eingezogen hätte.Allein man erwiese sich beständig hart,wannenhers es geschehen, daß Teutschland eben dadurch zu einem nochweit langemi^escro blutigeri^ßoecliengemachetworden. Denn meinSchwieger-Vater, damit er seinen Bedrohungen einen Nachdruck ge-ben möchte, trat wircklich mit Franckreich, Schweden, Dännemarck,ingleichcn mit denen kspublrguen Venedig und Holland, in eine /Uiàrwider Spanien und Oesterreich. Wiewohl er seines Orts starb darüber,und dessen Sohn e-rolus l. König in Engeland, meiner Gemahlin un-glückseliger Bruder, pouiüttr die Sache nicht mit behörigen Eyfer, öd er

mir gleich ein und andere Hülffe leistete.