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Im ^uA!iüo> des 1619. Jahres , hielten die Churfürsten desReichs ihren Wahl-Tas zu Francksurrh am Mayn, und da ha-tte tcr-Zinanäus li. das Glücke/ daß er zum Käyser erwehlet wurde. DieBöhmen ihrer Seits aber stelleten ebenfalls einen WahbTag an, umeinen andern / statt ?ss6in3nài auf ihren Tiirsn zu sehen und liessenhiernechst toisnnirsr wider dessen Wahl zum Käyftr m Franckfurch xro-rcüiren. ^
Bey st - bewanden Sachen oKsrirten die Böhmischen Land - Stan-de ihre Crone verschiedeneWürsten, insonderheit KnEuà , Hertzog vonSavoyen / der sie aber aus vielen bedächtigen Ursachen, vornehmlich ws-gen der Entlegenheit seiner Länder, nicht annehmen wolle, sondern bestr-gete / sie möchte viel eher wieder zu vermehren / als zu behaupten seyn. Fer-ner wurde die Böhmische Cron/ dem Churfürsten zu Sachsen , JohannGeorg dem Ersten, loienàr angetragen. Allein dieser großmüthige,und zugleich hocherleuchtete Printz war viel zuvorsichtig, ein dergleichengefährliches und spitziges Kleinod aufseinen Kopffkommen zu lassen,und,allem menschlichen Ermessen nach,seine Lande darüber in Unfrieden zu se-tzen ; Massen auch dessen Vorfahren, wohl eher diese und st gar die Käy-strliche Crone ausgeschlagen haben. Angleichen fielen die BöhmischenStände ausden unruhigen Fürsten in Siebenbürgen, Bethlem Gabor,welcherdemHauseOesterreich langevsrhrro gehaßig gewesen,und ersuch-ten ihn ihr König zu werden. Jedoch da dieftr Fürst seine Absicht schonauf die Ungarische hatte, ließ er die Böhmische fahren.
Ich meines Orcs, von der CronemSuchr gäntzlich beherrDet seyen-de, wünschete in meinem Hertzen gantz inbànstig , daß doch die Böhmenmit ihrer Crone zu mir kommen möchten, fthrckete auch ein und andere ver-traute Personen nach Prag, die mich unter derHandrühmen,rscom-rncngiren und herausstreichen mustert, um dadurch bey denen Böhmen^ppekic zu erwecken, daß sie mich zu einem König über sich setzen möchten.
Endlich ward mein brennender Wunsch erfüllet. Die Böhmi-schen Stände brachten mich in Vorschlag, und es fanden sich Abgeord-nete von ihnen ein , die mir hinterbrachten, welchermassen ich einhel-l-iglich von denenselben zum König erwehlet worden sey, mit Ersuchen,daß ich geruhen möchte ihre Crone anzunehmen. Mit keiner Feder magweht das süsse Vergnügen, welches ich darob empfunden, beschrieben,noch solches mit Zungen ausgesprochen werden, welches sichmcht wenig vermehme, wann ich betrachtete, daß ich nunmeh-
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