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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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Denn unter vielen andern Drangsalen , so die Lutherischen Böh-men erdullen musten, fügte es sich, daß, als sie à,o i6iZ. eine Kirchezu öersun erbauen Wolken, es der alldasige Abt nicht gestaltete. Über,dergleichen, dem Sinn des Majestäts-Briefs gantz entgegen lauffendeDinge, sichreren die Böhmischen krokellginen schwehre Klagen. Sol-chen, wie es hieß, abzuhelffen, ward von dem Kayser eine Lommissmaangeordnet. Wiewohl dieses thace nichts, und es wolte weder 8uppü-ören, noch Vorstellung,noch Bieten, etwas verfangen. Derohà .

verfielen die Böhmen auf eine sehr 6;chel-are tdesvluuvn, die sie auch, den

2;. kvläji 1618. wirckiich in das Merck richteten. Denn fie drungen,mit gewassneter Hand in das Schloß zu Prag, und stürmten d-e zurcommission ernannte Käyserlichen ^liniliros, Wtl!lielm8'--V2ka, Canh,Lern,den Grafen von àkínîr, und einen 8ecieràm, der ^bririusaeheissen,zum Fenster, dreyßig, oder wie andere wollen 40. Ellen hochHerunter. Jedoch weil untev, eben an dem Orte, wo sie lstngefallen,vielaltes Papier und Kehricht gelegen, hatessichgesüget,,daß sie insgesamtbeym Leben geblieben, davon gekommen, und dem Kayser ihrem Herrndre Bothschafft von dem, was pichet, selbst überbringen können. So-bald einige von dem auftührischen Haufen gemercket, daß die herunteraestürhten noch am Leben, haben sie mit Pistolen nach ihnen geschossen,aber Leinen genossen. Indessen ist dieses gleichsam der Anfang des er-folgten dreyßig, jährigen Kriegs gewesen ; angesehen das Feuer gleichdarauf in volle Gluth ausgebrochen. Die Böhmischen Lutheraner scho-ben die Schuld ihrer Verfolgung auf die Jesuiten, und jagten sie dero-halben, ào r 6 - 8. insgesamt zum Lande hinaus. Man warb , aufSeiten des Käysers sowohl, als auf Seiten derer Stande des König-^ichsBvhmen,Vvlck.DieKäyserlichen wurden von denen<ämls H-pi« und Zuquo^ ; die Böhmen hingegen durch die beyden Grafen vonSchürn und Mannsfeldt commsnäim. ^

/tnno 1619. starb der Kayser àthiss, und kerä>n3nllus ll. bezerg,keine Lujk den Wajestäts, Bries zu con6rmiren. Darauf wollen dieBöhmen nichts mehr vom ker6ioaà wissen, ob sie gleich denselben, be-reits /<nnc> 16-7. zu ihrem König gekröhnet hatten, k^arà hatte,noch vor seinem Todt, einen convem zu Eger ausgeschrieben, und dergewann auch seinen Fortgang. Der Churfürst von Sachjen ließ sichhierbey sonderlich angelegen seyn die Böhmischen Handel in der Guthebeyzulegen ; es war aber alles vergebens.