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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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Printzen und Herren eingepräget ist, und dennoch schnür-stracks widerdas natürliche Recht und alle Billigkeit läuffet. Solche àlme aberist ihrer Natur nach also gestaltet :

Religions -Freyheiten, die denen Reyern ertheilet wor-den, Heister es, seye keines weges perperunlich oder ewig wah-rend, sondern solten aufhören, sobald die Ursachen, warumman sie verliehen, hinweg gefallen sind. Ja es liege einemFürsten ob daran zu seyn, dergleichen, Freyheit, bey erlosche-nen Ursachen, alles Ernstes zu unterdrücken, werl, einer Re-yerey Freyheiten zu gestatten, eben so viel wäre als zugeben,daß man G<vct schelten, das Heiligthum mit Füssen treten,dasN)orr GGttes verachten, den Gàresrienst verkehren unddenen Gläubigen Anlaß geben dörffe, in allerley Irrthum zugerathen; angesehen dieses alles eine privi,e§irre Reyerey insich hielte.

Nun war ààs derRömisch-Catholischen Kirche zugethan, hiel-te die proreàrische Religion vor eine Ketzercy, die Ursachen aber, warumdenen Böhmen t-lokeûàscher Religion die Gewiffens-Freyheu verstat-tet worden, vor erloschen und hinweg gefallen, wannenhero er suchete denMajestäls-Briefseines Bruders, Kaysers «.uclolpki u. seine Krafft zubenehmen.

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Es werden ja aber, von denen Unterthanen, dergleichen hohe Brie-fe niemals in dem Verstände angenommen, als ob sie wieder aufgehobenund gnnuiiirer werden kömuen, sondern als Dinge angesehen, die da ewi-glich bleiben und bestehen müssen. Zudem ist gewiß, daß kein Poten-tat mir F »g piânàen mag, über die Gewissen zu herrschen, welche EhreG'?tt allein gebühret. Ja CHüsti Reich bestehet in der Lehre und sanfft-müthiger Unterweisung, kcincsweges aber in einem gewaltsamen Zwangderer Gewissen, welche nie zu zwingen si-nd. Der Heil. Vater Leràr-ÜN8 selbst hat nvn coALNllä 6äem àku ret, daß nehmlich der

Glaube zwar angepriesen und eingerathen, nicht aber Ungezwungen wer-den solle. Über dieses gest. ttet man ja denen Juden und Hepden ihreGewissens - Frenheit in vielen Catholischen Landen. Warum will mandann Leute, die von dem Heydemhum weit entfernet, härter als diesel-ben uäen?

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