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Gespräche In Dem Reiche derer Todten ... Zwischen Friderico V. Churfürsten von der Pfaltz, welcher die Böhmische Crone angenommen, und seinem Sohn Carol. Ludovico, ebenfalls Churfürsten von der Pfaltz : so sich in die Fräulein von Degenfeld verliebt gehabt, und darüber mit seiner Gemahlin in ein grosses Mißvernehmen gerathen ist, ...
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grée und druckete. Denn man fieng an , auf Anstifften der Römijch-Cathoiischen Geistlichkeit, ihnen den so - genannten Mo.jestàBriêf, soihnen Käyser lìàpkusk'.zur Handhabung ihrer Gewissens-Freyheit1609- ertheilst, anders auszulegen/als dessen wahrer Si n lautre, undihn sehr enge einzuschrencken, da sie doch solchen Majestäts-Brieffsehrwohl verdienet,und aus folgende Weise erhalten gehabt.

kîàiâs, der Ertz - Herhog,muchere seinem Bruder, Käyser kuäol-pboi! zu,ihm, weil dreser keine Kinder hatte, die Regierung abzutretenüberzog auch den Käyser mit einer , und twang ihn, daß er Ungarn,Mähren, und Oesterreich, càen muste. Böhmen hätte gleichergestalt,schon damals , in die Hände des Ertz-Hertzogs geliefert werden müssen,wann sich nicht die Stände verschwohren knäolplw ik. wider seinen Bru-der àà>smbeyzustehen, welches sie auch redlich gethan, und deshalbdiesen weltberühmten Majestärs, Brief erworben, durch welchen ihnenrvollkommene Religions, und Gewissens, Freyheit verstattet worden.Wiewohl es ist hierbei) nicht zu läugnen, daß die Böhmen, nach erhalte-nen Majestäts - Brief, sehr unhöflich mit kuöolpko n. umgegangen, undîhm vielmals schlechten kelheâ erwiesen. Es zog dem Käyser auch dero-Halben l.svpolàu8. Herhog von Oesterreich, Bischoffzu Passau, der einErtz-Feind des Majestäts, Briefs gewesen, mit einer kleinen àês zuHülffe, und ließ allerhand Grausamkeit und Arglistigkeit durch solcheausüben. In der Stadt Luà-eiz bat ein Passauischer Obrister, Na-mens l.rurentius ksme.neun Böhmische oRciers zu sich zu Gaste. Nach-dem sie nun mit einander lustig gewesen waren, begab sich der Obriste insein Zimmer,und ließ einen Böhmischen OKcler nach dem andern zu sichruffen, unterm Vorwand, als wolte er in Kriegs,Sachen etwas mit ih-nen ilelib-riren. Sobald sie hinein kamen, wurden sie in ein ander Ge-mach gewiesen,allwo sie nieder aufeinen Teppich knien,und sich den Kopffabhacken lassen musten, welcher nebst dem Cörper in den Teppich einge-wickelt, und unverzüglich aufdie Seite geschaffet worden. Als man abermit allen fertig gewesen, ließ der Passauische Obriste die Cörper öffent-lich aufdenMarckt tragen, und dabey ausrüsten, daßesVerrätherundAufrührer des Vaterlandes gewesen wären.

làckiâs brachte es endlich gleichwohl,noch bey Lebzeiten seines Bru-ders Rukloipki!I. dahin, daß er auch zum Königin Böhmengekröhnetwerden muste. Ein Jahr hernach, nemlich àno 1612. starb ku^oi-xbus, und àà mochte vielleicht eine àimy hegen, die nicht wenig

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