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Älen Betrug undarge List, gegen Bezahlung^des denen Soldaten, undvor Lrnelìo gut gesonnenen ORciers, rückständigen Soldes übergeben,auch mein Bruder, der (-ommenànr, gegen ein Trinck-Geld, in ttrnettiHände geliefert werden solle. Solches Trinck- Geld, vor die Ausliefe-rung meines gefangenen Bruders, bestünde in fünfftausend Gulden, undder Soldat zog im übrigen mit Sack und Pack, Weid und Kind, freyaus Bonn fort ; wiewohl noch mit der conàion , in keines neuen HerrnDienste zu treten, da er, vor Verlaufs einer Zeit von drey viertel Jahren,gezwungen seyn möchte wider krnsstum die Waffen zu führen.
Mirlerweile hielt ich in Westphalcn wiederum einen Land- Tag,umneue Gelder von denen Ständen zu erlangen, indem sich meine Lä fastvon einem Tag zum andern ausgeleeret und erschöpfftt befand. Hier-nechst that ich auch die Verfügung, daß führohin die Handlungen undLcl-emomen bey der Taufe, beydem Ehestand und dem heiligen Abend-mal, in Teutscher Sprache verrichtet, der Lxoi-cismm bey der Taufe hin-gegen, die Befchmierung mit dem H. Oel, das Anhauchen,die letzte Oelung, derer Kind-Betterinnen Reinigung, und an-dere Päbstliche Kirchen - Gebräuche, aus der Kirchen sotten ausgemustert,im übrigen aber der Carechißmus Lucheri darinnen gelehret werden. Man-cher döcffre sich wundern, warum ich befohlen den Cathechißmum Luthe-ri zu lehren, da ich mich doch selbst zur kàmirren Kirche gehalten? Al-lein es dienet zu wissen, daß ich erstlich den Unterschied zwischen denen Lu-theranern und keiormirten vor etwas geringes gehalten, hernach aber ge-trachtet mirdadurch die Lutherischen Häupter und Fürsten desto gewoge-ner zu machen. Das Heil. Abendmal sotte man, nach geendeter Pre-digt , und vorhergegangenen kurtzen Gesang halten, und dabey die Wor-te der Einsetzung verlesen, auch das Vater Unser sprechen; endlich aber,nach denen LolKÄen und dem Segen, das Volck nach Hause gelassenwerden.
Bey Anhörung der Zeitung, daß sich die StadtBsnn in der Ge-walt meines Feindes befand, die Qzrnilon abenreuloß an mir wordenwar, weinete mir vor Wehmuth das Hertz im Leibe, und meine ägn-8fand genug an mir zu trösten. Es längeren immer frische Völcker ausBayern, zur VerstärckunZ meines Feindes Lrcä an, welche, mitdenen übrigen â uxiiiar - iVoupen, allen Fleiß vorkehreten, diesen meinenFeindin dem Ertz-Bistum recht feste zu setzen, mich hingegen gäntzlichdaraus zu vertreiben. Es pochete mir dannenhero mein Hertze vor
Angst,