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len, woselbst ich starcke Anstalten zu Anwerbrmg vieler l'roupen mach-te, weil ich gar wohl sahe, daß ich endlich würde suchen müssen meinenZweck mit Gewalt, und dem Degen in der Faust, zu erreichen. Mei,ne Stelle auf dem Reichs Tag ließ ich durch ein paar Abgeordnete ver-treten , denen ich hernach noch zwey andere nachschickete, welche meinAuffenbleiben entschuldigen musten. Diese beyden letztem warenAdolph, Graf von Solms, dann voä. Schwartz, ein vortrefflicherMann. Sie hatten lràuÂion von mir einen Antrag zu thun, daß manin der Cöllnifchen Oloec-s die Religionv-Freyssit, wie auch die Gewaltsich zu verheyrathen vor den Ertz-Bffchoff, mit Beibehaltung der Ertz-Brschöfflichen Würde, verstatten solle.
Allein man verwarff solchen Antragund kropotltion meiner Ge-sandten mit grosser Verbitterung. Solches bildete ich mir schon zuvorein , und schritte demnach mit meiner schönen ügnere zur Vermählungund Vollziehung des Beylagers. Denn die Zeit, den Ausgang wegendes Ertz - Bistums abzuwarten , wolle mir zu lange werden, und ichglaube, daß ich inzwischen in der Sehnsucht nach ihren Umarmungen ge-storben, oder doch in cme schwehre Kranckheir gefallen wäre, wannen-hero ich eilen muste,Hinderung vor meinePein zu erlangen, kan auch sagen,daß ich zwischen ihren zarten Armen, und auf ihrem Rosen-Munde, solchklgiür und Vergnügen gefunden, das ich weder in dem ersten noch in demandern Jahre, vor aller Welt Schätze und Hoheit, nicht verkauftet hät-te. In dem dritten Jahr hacke ich es fteylich schon etwas wohlfeiler ge-geben ; und was ich in denen folgenden Jahren, absonderlich aber ge-gen dabEnde meines Lebens, vor Gedancken von meiner Liebe zu derschönen ^gne; von Mannsftld geheget, werdet ihr, mein Pabst! her-nach erfahren. Die Lopulsnon, welche ein kroràntischer Geistlicherverrichtete, geschahe zu Bonn, in Beyseyn des Vaters und Brudersvon meiner geliebten ^Zners,ward aber, samt dem vollzogenen Beyla-ger, noch immer so heimlich gehalten, als es nur möglich seyn wollen.
Nachdem ich meine in Westphalen angeworbene Völcker in einemguten Stande gesetzet hatte, begab ich mich zu ihnen, ließ sie aufbrechen,und mrrcbirte mit solchen gegen Bonn. MememL^rà Hauptmannsendete ich voraus, welcher der Stadt meine Ankunfft vermelden, auchDem Stadrhalter nebst dem Rath anzeigen muste, daß man mich nichtallein gebührlich empfangen, sondern auch, weil.ich etliche Tagebey ih-