Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Gregorio VII. Römischen Pabst, und Gebhardo, gewesenen Churfürsten und Ertz-Bischoffen zu Cölln, der sich in die schöne Mannsfelderin verliebet, und sich zu der Protestantischen Religion bekannt ... : worinnen beyder, in der Historie sehr berüchtigten, Männer Leben, Thaten und Fata ... enthalten ...
Entstehung
Seite
648
Einzelbild herunterladen
 

m ( 6^8 ) W ,

ì>erlum,zumPabst, und der ist es, welû)Lreismemiil.gcheissen. End-lich erschien der Käyser in einer ganh andern Gestatt, als wie ehemalsvordem Schloß, Thor zu e-muiio. vor denen Mauren zu Rom, welcheStadt er belagerte. Ob er nun gleich mit der Belagerung zwey gantzexJahre zubrachte, fiel die Stadt lehlich dennoch, den 2. jumi io8z infeine Hände.Jch meines Orts flöhe in die Engelsburg, und, nach einigemgemachten Aufenthatt.darinnen, vollends hinter zu denen Normännernm das Neapolitanische.

l^enricusIV. ließ sich daraufàno lo84.zuRom,vondemdurchihngesetztenPabst kröhnen.Währenden seiner Anwesenheit allda ließ ich ihmvielmals nach seinem Leben stellen, welches aber allemal vergeblich gewe,sen.Unter andern hatte ich eincnMeuchel-Mörder erkauffetcher dcmKäyftreinstmals, als er sich in der Kirche befand, einen grossen Stein, von demKirchen-Gewölbe herab, auf den Kopff weltzen solle. Allein der Kerlwüste mit der ^sckine nichdrecht umzugehen, und kam also mit demStein zugleich herunter.

Nimmermehr hätte ich mir eingebildet, daß dieser, ào 1277. voxdem Schloß-Thore zu e-nulìo, ganh elend und emkräfftetgestandeneKäyser, wieder so mächtig werden sötte, daß er mich von dem PäbstlichenStuhl herunter stürtzen könnte, à conu-à, ich sahe ihn vor gänhlich ver-lehren an, absonderlich da ich ihm einen so mächtigen Gegen-Käyscr,nem,lich kuäoipkum, erwecket, und fast alle Welt wegen des Bannes, wo-mit ich denselben beleget, einen so grossen Abscheu wider ihn geheget hatte.Jedoch da ich mich nunmehro in meiner Meinung betrogen sahe, bereueteich, in meinem Unglück, meine Einfalt viel tausendmal, daß ich ihn nicht,zur Zeit seiner Erniedrigung, durch einen Meuchel - Mörder, vollends ausder Welt schaffen lassen, welches mir damals gar wohl möglich gewesenwäre.

OeRUäkOU?.

Das ist noch eine. Frage, ob euch die Hinrichtung des Käy-fers möglich gewesen wäre? Denn obgleich der Himmel verharr,get, daß er, von aller Welt verlassen, vor euch, als seinem gra-sten Feind, in der demüthigften Gestatt erscheinen müssen , kan dennocheine himmlische Hand einen starcken Schild über khwgehatten, und euchheimlich verhindert haben, à Meuchel-Mord an dem Gesalbten des

HErrn