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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Gregorio VII. Römischen Pabst, und Gebhardo, gewesenen Churfürsten und Ertz-Bischoffen zu Cölln, der sich in die schöne Mannsfelderin verliebet, und sich zu der Protestantischen Religion bekannt ... : worinnen beyder, in der Historie sehr berüchtigten, Männer Leben, Thaten und Fata ... enthalten ...
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Priester alö-Ehestand aufzugeben. Hiernechst legten sie eine feyerliche^roràtion wider mein Ehe-Verbot ein, an welches alles ich mich dochnicht kehrete, sondern dabey verharrte, daß die Priester nicht heyrakhm,und die wirklich verheyratheren ihre Weiber und Kinder von sich lassensotten.

DerErh-BischoffzuMaynhberuffete etliche tausend Priester nachErfurt zusammen, welchen er meinen Befehl, in ?uià ihres Ehestandes,allda publicité. Aber,hilffHimmel! was vor ein Klagen, Brummen,Murren, Schelten und Schmähen erhübe sich nicht darüber ? Ja sie steti-gen an mit Prügeln auf den Ertz-Bischoffloß zuschlagen, und vergüteMann muste, sein Leben zu retten, eiligst sehen, wo der Zimmermann dasLoch offen gelassen hatte.. Disse erbitterten Priester wünschten auch tau-sendmal daß ich gegenwärtig seyn möchte , damit sie mich in Stücken zer-reißen könnten ; und ich schätze mich glücklich, daß ich damals weit von ih-nen gewesen bin.

Mermassen ich nun sahe, daß es mir schwehr fiel die Priester-schafft vondem ehelichen Leben abzubringen, und die Gewalt eine gantzvergebliche Sache zu seyn schiene: sowar ich auf List bedacht, um da-mit durchzudringen. Solche bestünde darinnen, daß ich einegrosse An-zahl heimliche lVlillionarien employrte, die den Pöbelüberreden musten,à Priester, so in der Ehe ledere, wäre kein rechter Priester,und die äLcrrimcma, welche er söllMrirte, hätten keine Wirckung.Darauf erhübe sich das Volck gegen die Priester und verfolgtesie. Ja es kamen solche dermaßen in Verachtung, daß sich fast ein je-der weigerte die von ihnen anzunehmen. Der ihnen gewid-

mete Zehnte wurde verbrannt, auch viele Bischöffe und Geistliche, so dieWeiber nicht verlassen wolten, vertrieben. Indessen wolte der ohne Er-schösse und Priester lebendePöbel nicht ganh und gar ohne dem Gebrauchderer Sacramemen leben, wannenhcro ^ selbst tauffete, und sich dasAbendmal reichte; wobey es aber vielmals dermaßen verkehrt zugegan-gen , daß man sich auch des Ohren - Schmalhes, an statt des Heil. Cry-»'famé zuweilen bedienet, auch öffcers bloß in dem Namen unserer liebenFrauen, oder eines andern Heiligen, nicht aber im Namen der Hochge-lobten Drevfaltigkeit, getauffet haben solle. Endlich musten doch viele' widrig-gesimme Bischöffe, samt einem grossem Haufen derer Priestersich bequemen, meinem Willen ein Genügen zu thun, um sich dadurch vonder Verfolgung des Vvlcks zu befreyen. Viele hingegen verharrten in

ihrer