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wann der Himmel straffen will, so wird es weder der weite Weg, noch die Linienund Postirungen, abhalten können.
Ein anders von Paris. Nachdem skàmoîtèll« lle kiontpenlier , des Regen-ten Tochter,nnt dem Printzen von Asturien, oder Cron-Printzen von Sp>.,üen,versprochen worden, als hat man sie, am letzt verwichenen 22. oâà. dieses 1721.Jahres, in der Capell« des Königl. Pallastes, getauffet, wobey und der
Hcrtzog von Liisrtres , so der Printzeßin Bruder, Tauffzeugcn gewesen. Ihre Ab-reise nach Spanien bleibet indessen dergestalt feste gesetzet, daß sie kleà l^ove-à.vor sich gehen solle. Der König schencket ihr vor 800. tausend givres Demantenund andere Kleinodien; der Regent ihr Vater aber vor 500. tausend dives. Auchwerden 40. Habite vor sie gemqchet,von denen reichsten Lkàn, deren einige dieElle zoo. lüves kostet-
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Dieses ist demnach dereinstens, wann sie und ihr Gemahl, der Printz vonAsturien, die Zeit erleben, eine Königin von Spanien. Juwelen und Edelgesteinebringen dergleichen Bräute gemeiniglich genug zusammen. Viertzig neue Klei-der auf einmal zu bekommen, scheinet auch etwas wichtiges zu seyn. Mein es istin der That noch nicht viel. Königinne und Cren-Printzeßinnen müssen, vonRechts wegen, so viele Kleider haben, als Tage im Jahre sind, und deren dennoch,noch alle Jahre, eine Imitât neue darzu bekommen.
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Eben darum wird das Frauenzimmer nicht mit Unrecht beschuldiget, wannman von demselben spricht, daß, je höher sie vom Stand, desto mehr dieselbender Eitelkeit ergeben. Kleider machen Leut, heisset es imgemeinen Sprichwort;allein keine andern Leute, als nur dem äußerlichen Ansehen nach, und eben aufdiese Weise, wird eine como-àmîn , auf dem Hiesno, unverzüglich zur Prin«tzeßin gemachet- Jedoch ein Kleid machet in der That keine Königin, noch einePrintzeßin, und ob es auch noch so reich wäre, wann nicht ihre hohe Geburth,oderdas Glück einer Heyrath darzu käme. Sind aber Königliche und Fürstliche (Batatenverbanden,worunter die Gottesfurcht,Demuth,Leutseligkeit,Gerechtigkeit undMit-leiden gegen die Armen die vornehmsten sind, alsdann ist eine Printzeßin erst recht ge-schmücket ; woran es dann dieser jungen Braut gar nicht ermangeln wird. Indessenwird es vielen Leuten, besonders denen vom gemeinen Haufen, wunderlich vorkom-men,wann sie hö.>en,daß einrPrintzeßin erst getauffet worden,da sie bereits cmeBraut.Jedoch niemand muß sich dieses befremden lassen. Es ist recht und gut, wann mandie kleinen Kinder tauffen lässet, und sie zu CHristo ihrem Herrn bringet- Schierben aber grosse Herren die Tauft ihrer Kinder, um vor andern Leuten etwas be-sonders zu haben, auf, wird es vor keine Sünde gehalten. Bey dem gemeinenHaufen hingegen kan es nicht statt finden, weil, anderergestalt, ausNachläßig-keit, eine grosse Menge Kinder ungetaufft dahin sterben würden.
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