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Nach Standes - Gebühr
Angesehener und gcchrtester Leser !
St )emand,der einen Zweisfel heget / ob de-nen beyden allhie aufgeführten Personen al-les so begegnet sey, wie es beschrieben wird ?dessen Gedancken will ich gang unange-fochten lassen. Nichts destoweniger aberhabe ich vermeinet vielen einen Gefallen zuthun ,- wann ich sie allhie in dem Reiche de-rer Todten mit auftreten liesse, weil derglei-chen Dinge/als von ihnen zu lesen/doch ein vor allemal nichtunmöglich sind, und sich wohl noch viel seltsamer zugetra-gen haben, auch die Stärcke der Liebe und der Eyfersucht,sirmt ihrer entsetzlichen wirckung in denen Gemüthern dererMenschen, dermaßen darinnen abgeschildert, daß man wenigbessere korrraírs davon antreffen wird. Zudem kan sich man-cher eine gute Lehre daraus ziehen, die nicht »«dienlich zumÜberwinden, wann einem dereinstens von der Liebe und Ey-fersucht ein Rampff angeboten werden solle.
Unlängst begegneten die schöne Heryogin von bloràlon,und der Grafvon etcrmonr,welcheindemis.8eculo, unrerderRegierung Lsroli Vlll.Rönigs in Frankreich, zu einer Zeit,ge-leber, einander in dem Reiche derer Todten. Sobald nundie Heryogin den Grafen erblickete / sprach sie zu ihm : Ach,werthester Graf! Ich erkenne mich auch noch jetzo höchst verbunden vor
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