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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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geschlossen gehalten worden, da mitlerweile der Todt sehr übel hausgehalten. ZuLUrleilieund loàn hingegen / auch an einigen andern Orten mehr / hat sich derGisst völlig geleget, nachdem er eine entsetzliche Anzahl Menschen gefressen, undman ist daselbst nunmehro auf seiner Huth, zu verhüttn, damit man nicht aufs neueiaüciret werde.

Die Stadt /rviznon insonderheit wird bey diesem elenden Zustand gar übeldaran seyn. Denn, zu Folge anderer Nachrichten, solle der Pabstliche vice liegstoder Stadthalter allda, sehr nachlässig gewesen seyn, und sich mit keinem sonderli-chen Verrath,an Getreyde und andern Lebens-Mitteln, versehen haben Franck-reich aber regsrâet das Lom-ar. oder die Grafschafft ^vi^non, ungeachtet sie in sei-nem Schooß gelegen, gar nicht wie ein Kind, sondern als einen Bastart und Aus-würffling,wannenhero man sich auch deren Vsrsorgung, mit denen nöthigen Le-bens- Mitten, wie zu vermuthen, nicht so gar eyfrig angelegen seyn lassen wird ; wie-wohl letzthin verlauten wollen, es seye zu Paris beschlossen worden, daß man derGrafschafft beystehen wolle. Ob der Pabst seine milde Hand auflhun, und etlicheTonnen Goldes nach Franckreich überwachen werde, dieses sein kleines Ländgcn all-da zu llcuncliren ? muß die Zeit lehren ; und ich besorge immer,die Welt dörffle,auchbey gegenwärtiger Noth derGrafschafft ^vi^aon, erkennen, daß man an dem Römi-schen Hof weit geneigter zu nehmen, als zu geben.

L r. r Li o n r.

Die Pest ist unserm Vaterland, und die dargegen gemachten Anstalten, kom-mets mir vor als ein Krieg. Denn die Pest ist der Feind, so in Franckreich einge-brochen, die Menschen hauffenweise in den Rachen des Todtes stürtzet/ S tadte, Fle-chen und Dörffer verwüstet und einnimmet, auch Handel und Wandel stecket. Die-sem grimmigen Feind nun Einhalt zu thun, hat man Linien gezogen, und viel« Po-siirungen angeordnet, zu deren Besetzung vielleicht mehr als viertzig tausend Mannerfordert werden mögen. Da commimllwet dieser, dorten jener vornehme Oene,«!.Man pakrcwiliiret unaufhörlich, hält die Thore geschlossen, und ist Tag und Nachtauf seiner Huth, den einhcrfchleichenden Feind abzuhalten- Allein nichts destowe-niger spielet solcher den Meister, bricht bald da, bald dorten ein, und ko-ciret dieLi-nien,famt denen Postirungen, ehe man sich dessen verstehet, versetzet auch ein undandern Hupen eine Schlappe; i. e. diese werden înkìciret, und in die Lazarethe ge-bracht, oder müssen (B^antsme halten, ihre Kleider aber verbrennen Der Him-mel verhüte, daß die Houpen nicht ferner, wie bißhero geschehen, vor diesem einher-dringenden Feind weichen, und ibn nichtbiß nach Lion, auch von dar vollends nachParis, aväiren lassen müssen, sondern so glücklich seyn, und denselben zurückehalten mögen.

Von Paris ist endlich dieser gefährliche Feind noch ziemlich wert entfernet;angesehen von dar, biff Lion, roc>. Stunden, oder funffzig Teutsche Meilen gerechnetwerden ; ^v^non von Lion aberW ebenfalls etliche Tag-Reife abgelegemWiewohl,

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