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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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462
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Tode aber alsdann das übrige zu gewartcn haben- C olches Versprechen machte

nnch ziemlich muthig, und ich, samt meiner (flotte, huben nun erst an,die süssenLiebes-Früchte, in rechter Veranüglichkeit zugemessen, nachdem wir sie ohne alleFurcht eknerndten kunnren. Niemals leuchtete die schone Morgen-Sonne in unsser Schlaff-Gemach, daß sie uns nicht, nach der genauesten Umarmung, in einandergeschrenckt-antraff, und der Mond zvhe keinmal mit seiner hellen Sternen-Wacheauf ,ohne uns ein Zeichen zu unsern heimlichen Licbes-Giegen zu geben.

Endlich / als mein Schwieger-Vater sein gethanes Versprechen erfüllet/ undmich mit guten Wechseln versehen,auch sonsten alles seine gewünschte Richtigkeit er-langet hatte,gicng der Ausbruch/unter einem starckcn Geleite,sowohl von Frantzc'st-schenalsEnglischen Herrcnund vswen/ vor sich, und wir fuhren, auf derlusiisgen Temse/ biß nach Oepikorö. Allda setzten wir uns auf ein schönes Schiffe,Las uns nach Franckreich überführen solte. Es war ein herrliches Mahl, dasmeinem Schwieger-Vater auf zwcytausend Thaler zu stehen kam, zubereitet / unddie Trompeten liessen sich, bey dem Gesundbeits-Trincken anmmhig hören ; diedonnernde» Stücke aber knalleten mit einem solchem artigen Diederschall darzwi-sehen, daß die Gemüther recht dadurch erfreuet wurden. Letzlich gienges, un-ter Vergiessung vieler Thränen, an ein völliges Scheiden. Unser Schiff schwun-gesich/aus dem Mund der Temse in die See,und richtete feinen Lauffnach derFran-tzo'sische Küste, die wir gleichwohl nicht erreichen konnten, biß wir zuvor einen har-ten Sturm, der uns abermals in Leib-und Lebens-Gefahr setzte, ausgestandenhatten. Als dieser vorbey / bestiegen wir das Land, das mir mein Leben gegeben,reisetcn vollends nach Paris, und haben theils allda, theils auf meinen Güthern/lange Zeit, ruhig und vergnügt miteinander gelebct/ wobey sich unsere Augen anKindern und Kindes-Kindern ergötzen können-

Ich gestehe, werthester Graf! daß eure Zufalle in mir mancherley Bewe-gungen erwecket haben. Euren Schwieger-Vater, den Grafen von verby, hätteich / aus Verbitterung / zerreißen wollen, wann ich ihn vor mir gehabt hätte/als ich hörete, wie unbarmhertzig er mit euch umgegangen. Allein, nach-dem ich vernahm/ daß er sich letzlich mit euch wahrhafftig versöhnet/ und seineTochter mit einer so-sitonsblen Aussteuer versehen/ bin auch ich wieder mitthm,sowohl als ihr, vollkommen zufrieden worden- Nun last uns gehen / werthesterGraf! und hören, was neues aus der Welt eingelauffen.

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Paris. Die Pest conklnmret / aller précaution ungeachtet, Processen zumachen, und es wird immer ein Ort nach dem andern/disseits derer gezogenenLinien, und angeordneten polkiruugen, iràíret. InHer-Stadt Avignon sind nunschon weit mehr als taufend Menschen dahin gestorben ; bey nahe eben so viel aberliegen wircklich an der bösen Seuche kranck darnieder In vielen benachtbartenOrten gehet es, nach Proportion ihrer Grösse, nicht besser; und ob zu Orange nochviele Menschen übrig seyn werden? stehet dahin, weil wir «unschön, in etlichenPost-Tagen / keine Briefe daher haben / und nur so viel wissen, daß die Thore