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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen der schönen Montbason, einer gebohrnen Hertzoglichen Fräulein in Franckreich, die sich nachhero an unterschiedene Printzen verheyratet gehabt, un dem Frantzösischen Grafen von Clermont : worinnen beyder Personen Leben und Fata enthalten ...
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Seite
456
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AZ ( 4 s6 ) DK

Graf von Derby selbst einfinden und derer OeffnWg Verlangenwürde.Allein O-rby weigerte sich das zu thun, sondern befahl die Thüre aufzu-schlagen. Man legte demnach Hand an das Werck, brachte aber langerals eine halbe Stunde damit zu, weil die Thüre von Eisen gewesen. Nach-dem sie geöffnet, fand man meine Gemahlin in einer Ohnmacht auf derErde liegen; ich hingegen stunde mit dem blossen Degen in der Hand ander Thüre, einem jeden den Eintritt in das Zimmer zu verwehren. DieWache ermahnete mich, ich möchte mich in der Güthe geben; und ichmeines Orts fragte, was man dann von mir verlangte? woraufgeant-wortet wurde, ich würd es schon an einem andern Orte erfahren. Hie-mit wolle man in das Zimmer dringen. Allein ich wehrete mich wohlnoch eine Viertel Stunde als ein Löw, und kunme es um so viel seichterthun, weil die Wache noch keine hatte,mich niederzustoßen. Gleich-wie aber viele Hunde des Hasen Todt seynd: also brachten sie es endlichdoch so weit, daß sie mich wehrloß machten und fortschleppeten. Mei-ne Oràce, die sich indessen wieder erholet hatte, hieng sich an mich an,hielte feste, und verpflichtete sich, daß sie mit mir sterben wolte, kam folg-lich mit mir hinüber in das andere Gemach.

Solches war um und um mit schwachen Tuch behängen. In derMitte stunde ein Block, vor dem ein schwach-sammeter Polster lag. Ge-gen der Thüre über aber stunden sechs Stühle, aufweichen die nächstenAnverwandten des Grafen von , samt dem Obrist Vsmbriàgesassen.Als ich dieses sahe, hub ich ganh behertzt an,meineWorke also z» füh-ren : Ich weiß nicht meiueHerren ! sprach ich ; was euch beweget,einen solchen krocek mit nur und meiner Gemahlin vorzuneh-men? Was haben wir verbrochen, daß wir als Ubelthärerhiehergeführer werden, um, vermuthlich, unser Todres-Ur-rheil zu empfangen? Ist es aber die Liebe, darinnen wir ei-nen Fehler begangen, so spricht uns das allgemeine Geseyeder Natur sowohl, als auch die unter uns vollzogene priester-ìrche Copulation, und erhaltene Vergebungunstrs Vaters, vonaller Lebens - Ssrafe frey Von diesem wolre ich nimmer-mehr geglauber haben, daß er, als ein Vater, wider sein leib-liches Sund und dessen Ehegemahl, ja wider seinen unschul-digen Enckel, welchen seine Tochter noch unter ihrem Her-yen träger , würde in einem Blurh-Rarh styen, wo ich ihnnicht mit meinen eigenen Augen vor mir sähe. Euch ande-re, die allhie zugegen , bewundere ich so sehr nicht. Euer

Hoch-