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ein kalter Schweiß aus meiner Stirne hervor. Nichts destowemgcrtröstete ich doch meine cbàne, und sprach, wir müsien nur mit Hertz-hafftsgkeit erwarten , wie viel der Himmel denen Feinden, Boßheit an unsauszuüben, vergönnen würde? In dieser Hollen-Angst trat ich an dasFenster und erblickete meinen ttaZen. Vern.uthen kunnte ich nicht, daßman ihn zu mir lassen würde, und rüsten durffte ich denselben auch nicht,weil es anderergestalt die Wache gehöret hätte. Danncnhero gab ichihm ein Zeichen,daß er warten solte. Meine Gamahlm hatte einen Briefbey sich, auf den sich noch ein kleines unbeschriebenes Fleckgcn befand.Eine Feder schnitzte ich von Holtz, und, weil es an der Dinte gebrach, wol-le ich mich in einen Finger schneiden,statt deren meinBlut zu gebrauchë.Al-lein meine geliebteste Lbrriocre kam mir zuvor, ritzte sich in ihre zarte Hand.und druckte ihr getreues Blut auf einen Tisch von Alabaster. Ich schriebdemnach diese Wort: Eile, so viel als möglich, nach Lsttderi,und sprich zum prinyen von LàgLràs, er solle mit so vielerMannschaft, als er nur aufbringen kan, ungesäumt anherokommen, ryeil ich und meine Gemahlin uns in Lebens-Gefahrbefänden. Dieses Zetkekgen warst ich zum Fenster hinaus, der kaZsläse es, sehte sich darauf geschwinde zu Pferde, und rannte auf und davon,ohne, daß ihn ein Mensch càrvîrte. Wir beyde knieten indessen im Zim-mer nieder auf die Knie, und beteten mit brennender Andacht, daß unsdoch der HimmelHülffesenden wolte! aus welchem Gebet auch unsereSeelen keine geringe Stärckung empfanden.
Binnen der Zeit war mein grausamerSchwieger-Vater, mit sei-nen Hreunden, die sich alle heimlich eingefunden hatten, in einem Blut-,Rath begriffen, und es kam die Frage auf das laper, ober, um seineSchande zu rächen, mich nur alleine, oder auch seine Tochter, hinrichtenlasten solte? Jedoch die meisten stimmeten nicht dahin, sondern riechenihrer zu schonen, und sie in die Insel àn , so zwischen Engeland und Jrr-land gelegen, auch dem Hause Ocrbv erblich zugehöret, zu bringen, wo-selbst sie ihr Leben in Rcue und Busse beschließen könnte. Der Scharf-richter befand sich ebenfalls schon gegenwärtig, und als meine Hinrich-tung nochmals gebilliget wurde,fände man zwey Personen aus dem Blut-Rarh ab, uns Gefangene abzuholen- Sie fanden die Thüre verriegelt,und vegeymn rrstziglich, wir sollen aufmachen. Wir unserer Seitsweigerten uns solches zu thun, sprechende, es hätte niemand bey uns etwaszu suchen. Als man nun draussen drohete Gewab m brauchen > gab ich,M Zeit zu gewinnen , vor, die Thür sötte geöffnet werden, dazerne sich der
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