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Hochmuth ist mir sowohl, als eure Grausamkeit bekannt-Denn ob ihr darzu verhelffet, daß ein GrafHLnZerr'chtet wer-de, solches habt ihr, an euren eigenen Lands-Leuten, mehrals einmal erwiesen, daß euch dieses gar kein Bedencken ma-che. Um wie viel ehe werdet ihr nicht fertig seyn, mein, als ei-nes fremden cavalier; , Blut zu Vergießen. Dem Himmel be-fehle ich die Rache über eure Ungerechtigkeit. Hernach wändeich mich ins besondere zu dem Grafen von bat ihn nochmalsum Gnade mit sehr beweglichen Worten, Mete ihm auch auf dasnachdrücklichste vor, zu bedrucken, was er thäte ? Hierauf antwortete derentsetzliche Schwieger - Vater : Hier sitzt ein Mann, und zeigte damitauf den Obristen Lsmbricl^e. dessen Braut ihr geschwächer; an-gesehen ich ihm meine Tochter vorlängst versprochen gehabt,sdiche auch euch , wie ihr gar wdkl wisset, abgeschlagen, alsihr um sie angehalten. Da ihr nun dieser meiner Tochter, durcheure Schmeichelungen,ihre Ehre geraubee, war es billig,daßihr dieselbe, durch die erfolgte Vermahlung, erseyetet. Vlunaber müsset ihr auch mir,als eurem höchst beschimpfften Vater,und diesem, meiner Tochrerrechrmäßigen Bräutigam, ja mei-ner gantzen Anverwandtschafst, wegen unserer zur Ungebührverletzten Ehre, Erstattung thun. Solche kan nicht anders,als durch euren Todt geschehen. Darum machet euch nurdarzu fertig. XVas eure Gemahlin bereifst, dieser solle dasLeben geschencketseyn,und sie,nebst ihrer Frucht, verschonetwerden, dieweil es euch etwas leichtes gewestn, sie, als eineschwache Person zu verführen* Gehet, dieses ist es, was icheuch zu sagen habe. Gorgernurvor eure Seele, und macheteuch geschickt, den letzten Streich zu empfangen.
Mir stunden die Haar gen Berge, nicht sowohl aus Furcht,meinLeben einzubüssen, als, weil es in der That etwas erschreckliches war,der-gleichen Urtheil, in einer solchen Sache,da so leichtes Verbrechen vorge^gangen, anzuhören, und zwar von dem, welcher , als ein Vater, aufdieErhaltung seines Kindes ehe dencken, als dessen Todt befördern sollen.Denn, was war es anders, als feiner eigenen Tochter das Leben neh-men, da er mich, als ihren Gemahl, wolle hinrichten lassen. Daß er ihrversprach, ihr Leben foire ihr geschencket seyn, solches war eine grössereGrausamkeit als Gnade. Sie verlängere nicht zu leben, wann ich sterbenmäste. Als ich nun wieder reden wolle, fieng meine ckaàe selbst das
Wort